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Krankenhaus ade - Job-Alternativen für Mediziner

36-stündige Marathondienste und schlechte Bezahlung - rund 40 Prozent aller Medizinstudenten wollen nach dem Studium auf keinen Fall in einem deutschen Krankenhaus arbeiten. Bis zu 60 Prozent aller angehenden Mediziner verabschieden sich von ihrem ursprünglichen Karriereziel: Sie werfen schon auf dem Weg zum Arztberuf das Handtuch.
36-stündige Marathondienste und schlechte Bezahlung - rund 40 Prozent aller Medizinstudenten wollen nach dem Studium auf keinen Fall in einem deutschen Krankenhaus arbeiten. Bis zu 60 Prozent aller angehenden Mediziner verabschieden sich von ihrem ursprünglichen Karriereziel: Sie werfen schon auf dem Weg zum Arztberuf das Handtuch, so eine Untersuchung von Junge Karriere.

Nur wenige Abbrecher entscheiden sich bisher für eine Laufbahn jenseits der Kliniken in der Wirtschaft. "Dabei haben dort die Einstiegs- und Verdienstmöglichkeiten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen", sagt Jörn Hüsgen, Chefredakteur Junge Karriere. "Diese Jobalternativen kennen bisher nur wenige."

Die besten Jobs von allen


Wem die Arbeit im Krankenhaus zu stressig und eine eigene Praxis zu teuer ist, kann beispielsweise im Gesundheitsmanagement, beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen oder als fest angestellter Betriebsarzt bei großen Unternehmen arbeiten. Einen vielversprechenden Jobmarkt bieten auch Medizintechnik und -informatik. Neben Kliniken, Praxen und Hochschulen suchen vor allem die Pharmaindustrie, Behörden und Verbände sowie Sozialeinrichtungen und Versicherungen Mediziner.

Ärzte, die sich doch für eine klassische Karriere entscheiden, sind zurzeit heiß begehrt. Die Zahl der offenen Krankenhaus-Stellen hat sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. Selbst renommierte Universitätskliniken wie etwa die Berliner Charité klagen über Ärztemangel. Besonders gesucht werden Fachärzte für Psychiatrie, Neurologie und Innere Medizin sowie Allgemeinmediziner.

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Dieser Artikel ist erschienen am 23.04.2003