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Kommentar: Gesundheit kostet Geld

Von Bernd Kupilas, Handelsblatt.com
Einmal mehr schlagen die Krankenkassen Alarm: Die Beiträge werden deutlich steigen, verkünden deren Funktionäre und fordern ein Sofortprogramm. Nun ist es das gute Recht der Kassen, auf galoppierende Ausgaben hinzuweisen und Sparsamkeit einzufordern. Und gerade die Aufwendungen für Medikamente sind regelrecht explodiert.Ebenso ist es aber auch gutes Recht der Ärztefunktionäre, darauf aufmerksam zu machen, dass medizinischer Fortschritt seinen Preis hat. Es ist eine Illusion zu glauben, wir könnten die Ausgaben für Gesundheit langfristig senken. Sie werden steigen. Weil die Gesellschaft altert und die medizinischen Möglichkeiten vielfältiger werden - und damit teurer.

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Man kann sich darüber streiten, wie solidarisch das System finanziert werden soll. Aber man sollte nicht die Illusion wecken, das System könnte billiger werden. Kurzfristig klappt das vielleicht, auf lange Sicht wohl kaum.
Dieser Artikel ist erschienen am 02.10.2002