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Klaus Esser schlägt zurück

Der ehemalige Mannesmann- Vorstandsvorsitzende Klaus Esser hat gegen den Chef der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, die ihrerseits Anklage gegen Esser erhoben hat, Strafanzeige erstattet. Esser wirft ihm Beleidigung und üble Nachrede vor.
HB/dpa DÜSSELDORF. Der Anzeige zufolge habe Henke dem Manager öffentlich vorgeworfen, käuflich gewesen zu sein.?Es ist nicht selten, dass Personen, die strafrechtlich verfolgt werden, ihrerseits Strafanzeige erstatten?, hieß es bei der Generalstaatsanwaltschaft. Der Vorgang solle nun dem nordrhein- westfälischen Justizministerium zugestellt werden, das dann entscheiden müsse, welche Behörde die Vorwürfe prüfe.

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Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hat Esser und weitere Top- Manager wegen des Verdachts der besonders schweren Untreue angeklagt. Sie sollen bei der Rekord-Übernahme von Mannesmann durch Vodafone bis zu 111 Mill. DM (57 Mill. ?) unrechtmäßig als Prämien und Pensionen abgezweigt haben. Die umstrittene Äußerung Henkes soll auf einer Pressekonferenz am 25. Februar gefallen sein, als die Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung Stellung nahm.
Dieser Artikel ist erschienen am 23.05.2003