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Klassisches Uni-Diplom favorisiert

Strafferes Studium und mehr Praxis ? Bachelor- und Masterprogramme sollen frischen Wind an die deutschen Hochschulen bringen. Auf dem Arbeitsmarkt sind die Absolventen dieser neuen Studiengänge allerdings bisher noch wenig gefragt: Drei Viertel der Unternehmen stellen am liebsten Akademiker mit klassischem Universitätsdiplom ein, so das Ergebnis einer Umfrage des Job- und Wirtschaftsmagazins Junge Karriere unter den Dax-30-Unternehmen sowie den umsatzstärksten Unternehmensberatungen wie McKinsey, Boston Consulting und PricewaterhouseCoopers.

Weit abgeschlagen: Der Uni-Master. Nur knapp ein Drittel der befragten Personaler würden Bewerbern mit diesem Studienabschluss die besten Einstiegschancen einräumen. Mit einem abgeschlossenen Bachelor-Studiengang können junge Berufstätige sogar nur bei rund neun Prozent der Firmen landen. Ein Grund für die schlechte Bewertung der neuen Abschlüsse: ?Viele Unternehmen haben einfach noch zu wenig Erfahrung mit Bachelor- und Masterabsolventen?, sagt Jörn Hüsgen, Chefredakteur Junge Karriere (Verlagsgruppe Handelsblatt). ?Zudem fürchten Personaler, dass die dreijährigen Bachelorprogramme nur ein Schmalspurstudium seien, dem es an wissenschaftlicher Tiefe fehle.?

Die besten Jobs von allen


Bis zum Jahr 2010 soll es an deutschen Hochschulen nur noch Bachelor- und Masterstudiengänge geben. Aktuell machen allerdings gerade mal zwei Prozent der Absolventen in Deutschland einen Bachelor- oder Masterabschluss.

Die aktuelle Ausgabe von Junge Karriere erscheint am 26. September 2003.
Dieser Artikel ist erschienen am 25.09.2003