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Klasse statt Masse gefragt

Mit einem Stellenabbau und einer Veränderung der Qualifikationsstruktur rechnen Branchenangehörige innerhalb der nächsten fünf Jahre bei Banken und Versicherungen. Das ergibt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, das 45 Banken, 12 Versicherungen und 15 sonstige Finanzdienstleister zu den Perspektiven ihrer Branche befragt hat. Danach erwarten bei Kreditinstituten 59 Prozent der Befragten innerhalb der nächsten fünf Jahre einen Stellenabbau, zehn Prozent gehen sogar von einem Abbau um mehr als zehn Prozent aus. Bei den Versicherungen glauben 44 Prozent der Befragten an Stellenstreichungen. Lediglich die sonstigen Finanzdienstleister werden expandieren. 90 Prozent der befragten Experten erwarten eine Zunahme des Personalbestands.

Mit der Veränderung der Personalstruktur geht auch eine Verschiebung der Qualifikationen einher. Der Anteil der Hochschulabsolventen wird nach Ansicht der Spezialisten branchenweit zunehmen. Bei den Mitarbeitern ohne formale Berufsausbildung wird dagegen ein Wegfall von Stellen erwartet. Schuld sind die komplexeren Anforderungen der verstärkt eingesetzten Informationstechnologie.
Dieser Artikel ist erschienen am 13.08.2001