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Klasse statt Masse

In der Pharmaindustrie, im Maschinen- und Fahrzeugbau, bei den IT-Dienstleistern und in der Sicherheitswirtschaft haben es Personaler derzeit schwer, vakante Stellen mit geeignetem Fachpersonal zu besetzen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 20 000 Unternehmen.
Zwischen 25 und 30 Prozent der Firmen suchen vergeblich, in der Zeitarbeitsbranche sieht es noch ärger aus: 64 Prozent der Unternehmen gaben an, keine passenden Bewerber zu finden. Der zunehmende Run auf Fach- und Führungskräfte zeigt sich auch in der geplanten Übernahme des auf das Top-Segment spezialisierten Vermittlers DIS durch Weltmarktführer Adecco."Das Geschäft mit gering Qualifizierten ist weniger chancenreich, weil der Bedarf infolge von Offshoring zurückgeht", sagt Axel Schafmeister von Adecco. Zu den begehrtesten Zeitarbeitern zählen Ingenieure und Betriebswirte. Durch die DIS-Übernahme verringert Adecco den Abstand zu Randstad, der Nummer eins im deutschen Markt. Die Niederländer drehen ebenfalls an der Qualitätsschraube: Randstad hat angekündigt, die Bindan-Gruppe zu schlucken, deren Schwerpunkt bei kaufmännischen und technischen Fach- und Führungskräften liegt.

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(cst/kog)
Dieser Artikel ist erschienen am 30.01.2006