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Keane hakt WM ab

Der irische Fußballstar hat nach seinem Rauswurf aus dem WM-Kader eine Rückkehr zur Endrunde in Japan und Südkorea kategorisch ausgeschlossen.
DUBLIN. Die "Affäre Roy Keane" ist abgeschlossen, zumindest was die Teilnahme des Ex-Kapitäns an der Weltmeisterschaft betrifft. Sechs Tage nach seinem Rauswurf aus dem WM-Kader der irischen Fußball-Nationalmannschaft hat Mittelfeld-Star Roy Keane nach langem Hin und Her eine Rückkehr zur Endrunde in Südkorea und Japan kategorisch ausgeschlossen. "Ich denke nicht, dass meine Rückkehr den Interessen des irischen Fußballs zugute kommen würde. Im Interesse aller irischen Fußball-Fans ist die Zeit gekommen, die Spekulationen zu beenden, damit sich die Spieler ohne weitere Ablenkung auf das Turnier konzentrieren können", erklärte der 30 Jahre alte ehemalige Kapitän des deutschen Gruppengegners in einem schriftlichen Statement gegenüber dem Fernsehsender RTE.Zuvor hatte Irlands Teammanager Mick McCarthy am Dienstagabend im japanischen Izumo Keane überraschend eine Rückkehr in Aussicht gestellt, obwohl sich die verbliebenen 22 Spieler des WM-Kaders geschlossen gegen eine Begnadigung ausgesprochen hatten. Eine weitere Zerreißprobe blieb den Iren aber erspart, weil die von McCarthy geforderte offizielle Entschuldigung von Keane ausblieb.

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Der Kapitän vom englischen Ex-Meister Manchester United war wegen harscher öffentlicher Kritik an der Vorbereitung der Iren auf der Pazifik-Insel Saipan nach Hause geschickt worden. Keane hatte außerdem McCarthy jegliche Fähigkeiten als Trainer abgesprochen. Die Iren treffen am Samstag (8.30 Uhr MESZ) in Niigata im ersten Gruppenspiel auf Kamerun und vier Tage später in Ibaraki auf Deutschland (13.30 Uhr).
Dieser Artikel ist erschienen am 29.05.2002