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Kaum Chancen auf deutschem Arbeitsmarkt

Menschen mit geringen Qualifikationen haben es verglichen mit anderen EU-Ländern in Deutschland deutlich schwerer, einen Arbeitsplatz zu finden. Das ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

In Deutschland liegt die Arbeitslosenquote unter Bürgern, die höchstens einen Realschulabschluss und keine Berufsausbildung haben, bei nahezu 18 Prozent. Lediglich in Polen und der Tschechischen Republik ist die Quote mit knapp 27 beziehungsweise 20 Prozent noch höher. In den Niederlanden (drei Prozent) und Schweden (fünf Prozent) ist die Arbeitslosenquote dieser Gruppe am geringsten.

Die besten Jobs von allen


"Darüber hinaus ist die Arbeitslosigkeit der Menschen ohne Berufsausbildung in Deutschland in den neunziger Jahren deutlich gestiegen, während sie im übrigen Europa gesunken oder zumindest konstant geblieben ist", so die Forscher des IW. Als Grund für diese ungünstige Lage sieht das Institut der deutschen Wirtschaft großzügige Sozialleistungen und hohe Abgaben, die verursachen, dass sich für die Betroffenen die Annahme gering bezahlter Tätigkeiten nicht lohnt.
Dieser Artikel ist erschienen am 10.09.2004