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Katharina Rock

Was verstehen Sie unter ?Karriere??

Karriere fuer mich ist definiert durch permanentes Lernen und Wachsen in den verschiedenen Jobs unseres Arbeitslebens. Die Aufgaben aendern sich immer wieder. Fuer mich war es immer wichtig, nicht auf der Stelle zu treten, sondern immer wieder nach den neuen Herausforderungen Umschau zu halten, in denen ich mich weiterentwickeln kann.

Haben Sie Ihre Karriere geplant?

Die besten Jobs von allen


Nicht im Detail, das heisst, ich wusste am Ende des Studiums noch nicht, dass ich 2007 in Californien bei der SAP arbeiten wuerde. Die Rahmendaten waren allerdings definiert: dass ich in einem internationalen Umfeld arbeiten moechte und neben der Arbeit auch die Welt und ihre Menschen kennenlernen moechte. Und das ich ein Mensch bin, der immer gerne wieder ins kalte Wasser springt. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen hat sich meine Karriere ja dann auch entwickelt - immer wieder neue Projecte, neue Laender, neue Aufgaben.

Was verstehen Sie unter guter Führung?

Zunaechst einmal heisst Fuehren, dass einem jemand folgen moechte. Das erreicht man nur mit Integritaet und aufrichtigem Interesse und Respekt fuer die Menschen, die man fuehrt. Fuehrung oder in diesem Sinne "Folgeschaft" muss heutzutage "verdient" werden. Das andere Element ist die sinnvolle Arbeitsgestaltung, die auf der einen Seite durchaus herausfordernde Ziele setzen soll, aber dabei auch die Weiterentwicklung der Mitarbeiter und deren kontinuierliches Lernen beruecksichtigen muss, eine Perspektive die ueber die operativen Anforderungen des taeglichen Geschaefts hinausgehen muss.

Was war Ihr größter Erfolg?

In 2006 hatte ich eine Entwicklungsabteilung uebernommen, die grosse Probleme hatte: Kundenbeschwerden, schlechte Zusammenarbeit der Gruppen, keine Produktplanung fuer die Zukunft etc. Allerdings gab es in den einzelnen Gruppen hervorragende Mitarbeiter mit einem sehr guten Produkt Know-How. Wir haben die richtigen Menschen auf drei verschiedenen Kontinenten zusammengebracht, die emotionalen Barrieren eingerissen, die die Zusammenarbeit verhindert haben, und das gemeinsame Ziel visualisiert. Im Team und mit viel harter Arbeit haben wir dann den Turn-Around geschafft und innerhalb von 8 Monaten die Situation stabilisiert und das Vertrauen unserer Kunden zurueckgewonnen.

Ihr größter Misserfolg?

Jeder Berater hat sein "Waterloo-Project". Meines war in Canada in einem Project im hohen Norden von Quebec. Die technischen und politischen Herausforderungen dieses Projectes haben leider meine Faehigkeiten damals als frisch eingewanderte Projectleiterin ueberstiegen. Das Project wurde abgebrochen.

Was ist Ihnen über die Arbeit hinaus noch wichtig?

Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und alle Arten von Outdoor-Aktivitaeten: Skifahren, Wandern, Segeln - was immer sich anbietet um die Buero-Luft aus dem Kopf zu blasen.

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Dieser Artikel ist erschienen am 21.11.2007