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Kasse muss Computer-Prothese für 20 000 Euro zahlen

Wenn eine computergesteuerte Beinprothese das Gehen sicherer macht, muss die Krankenkasse die Kosten dafür übernehmen - auch wenn sie 20 000 Euro kostet.
Wenn eine computergesteuerte Beinprothese das Gehen sicherer macht, muss die Krankenkasse die Kosten dafür übernehmen - auch wenn sie 20 000 Euro kostet. Das hat jetzt das Bundessozialgericht in Kassel entschieden. Eine 39 Jahre alte Frau aus Bayern, die bei einem Motorradunfall ein Bein verlor, hatte geklagt, weil die Kasse die High-Tech-Prothese mit elektronisch gesteuerter Hydraulik nicht bezahlen wollte.

Es handele sich dabei um eine Überversorgung, argumentierte die Kasse. Das Gericht gab jedoch der Klägerin recht, weil die moderne Prothese nicht nur ästhetischer und komfortabler sei als traditionelle Produkte, sondern auch eine Funktionsverbesserung bedeute.
Dieser Artikel ist erschienen am 10.06.2002