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Karriereknicks

Job verloren, Studium abgebrochen, Pleite gegangen - berufliche Misserfolge und Brüche sind heute eher die Regel als die Ausnahme. Knapp die Hälfte (47 %) der jungen Berufstätigen haben bereits einen Karriereknick gemeistert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Online-Umfrage des Job- und Wirtschaftsmagazins karriere.

Fast jeder fünfte Umfrageteilnehmer (18 %) hat es nicht in seinen Traumberuf geschafft. Rund 14 Prozent haben bereits ihren Arbeitsplatz verloren; sechs Prozent sind mit ihrer Selbstständigkeit gescheitert. Das Studium nicht abgeschlossen zu haben, nennen knapp zehn Prozent der Befragten als ihren größten beruflichen Misserfolg.

Die besten Jobs von allen


Besonders in Zeiten konjunktureller Schwäche und des Stellenabbaus sind viele junge Berufstätige von Jobverlust und Unternehmenspleiten betroffen. "Dennoch spricht kaum jemand gerne über solche beruflichen Rückschläge", sagt Jörn Hüsgen, Chefredakteur karriere. "Dabei können Krisen die berühmte Chance sein, sich weiterzuentwickeln."

Experten raten, sich nach einer Niederlage auf keinen Fall einzuigeln: "Wer dauerhaft wegtaucht, verschüttet seine wichtigsten Ressourcen", warnt Outplacement-Berater Eberhard von Rundstedt in karriere. Sein Rat an die Geschassten: Schicksalsgenossen fragen, wie sie beispielsweise einen neuen Job gefunden haben, auf Branchen-Messen gehen, sich mit anderen Berufsgruppen unterhalten. Das sind die ersten Schritte zu einem Neubeginn. "Hauptsache, raus aus dem alten Trott und Kontakte pflegen", so von Rundstedt

Dieser Artikel ist erschienen am 25.05.2005