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Jobs in der Warteschleife

Wenn das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ab dem 7. Februar über die Klagen gegen den geplanten Bau des Großflughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) verhandelt, geht es in direkt auch um knapp 40 000 neue Jobs.
So viele Arbeitsplätze würden nach einer Studie des Kölner Verkehrswissenschaftlers Herbert Baum bis 2012 durch den neuen Airport geschaffen, der am Standort des bisherigen Flughafens Schönefeld errichtet werden soll. Etwa 3 700 Arbeitsplätze würden demnach am Flughafen selbst entstehen, weitere 36 000 durch Kaufkrafteffekte und die bessere Anbindung von Berliner Dienstleistungs- und High-Tech-Unternehmen an den interkontinentalen Flugverkehr. Denn nach der Fertigstellung des BBI sollen die Flughäfen Tempelhof und Tegel geschlossen werden, das Umsteigen in Interkontinentalmaschinen würde erleichtert, argumentiert Ralf Kunkel, Sprecher der Berliner Flughäfen.Gegner des BBI, die sich im Bürgerverein Brandenburg-Berlin zusammengeschlossen haben, halten dagegen, diese Arbeitsplätze seien hoch subventioniert durch den Steuerzahler, der die erwarteten Baukosten von zwei Milliarden Euro zu tragen habe. Das Bundesverwaltungsgericht hatte aufgrund der Klagen einen Baustopp für den BBI verhängt. Durch den Bau selbst würden nach Baums Schätzungen vorübergehend weitere 7 500 Arbeitsplätze entstehen. Das Gericht hat seine Entscheidung für die erste Jahreshälfte angekündigt.

(pnd)

Die besten Jobs von allen

Dieser Artikel ist erschienen am 30.01.2006