Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Jeder zweite Absolvent findet Arbeitsplatz über Kontakte

Gut die Hälfte der Hochschulabsolventen in Deutschland (56 %) finden ihre erste Arbeitsstelle über persönliche Kontakte. Das berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin Junge Karriere unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage des Hochschul-Informations-Systems (HIS) unter 8.103 Absolventen anderthalb Jahre nach dem Examen.Wichtigster Türöffner für den ersten Job sind Unternehmenskontakte aus früheren Ausbildungen, Jobs und Praktika: So hatten 30 Prozent der Befragten bereits vor oder während dem Studium beim zukünftigen Arbeitgeber eine Ausbildung oder ein Praktikum gemacht oder in den Semesterferien dort gejobbt. Gut 20 Prozent der Umfrageteilnehmer nutzten die Kontakte von Eltern, Freunden, Bekannten oder des Professors bei der Jobsuche. Nur 26 Prozent der Uni-Absolventen haben ihre erste Stelle über die Bewerbung auf eine Stellenausschreibung erhalten. Knapp 20 Prozent hatten mit einer Initiativbewerbung Erfolg. Die Vermittlung durch das Arbeitsamt brachte nur einem Prozent der Befragten einen Arbeitsplatz.

Die besten Jobs von allen

Hochschulabsolventen sollten sich daher bei ihrer Jobsuche nicht nur auf Stellenanzeigen in Zeitungen, Online-Jobbörsen oder das Arbeitsamt verlassen. Nach Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) werden rund zwei Drittel aller freien Stellen gar nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern über direkte oder vermittelte Kontakte vergeben.Die Dezember-Ausgabe von Junge Karriere erscheint am 19. November 2004.
Dieser Artikel ist erschienen am 19.11.2004