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Jeder vierte Schüler erhält Nachilfe

Durchschnittlich jeder vierte Schüler erhält in Deutschland bezahlten Nachhilfe-Unterricht. Die Quote liegt nach jüngsten Ergebnissen des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) bei Gymnasiasten in den alten Bundesländern mit 36 Prozent besonders hoch.Nach den Daten der Studie ist die Zahl der Nachhilfeschüler in Familien mit hohem Einkommen verhältnismäßig höher: Kinder aus Haushalten im oberen Einkommensviertel nehmen mehr als doppelt so häufig (36 Prozent) bezahlte Nachhilfe in Anspruch wie Kinder, die in Haushalten des unteren Einkommensviertels aufwachsen (15 Prozent).

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Weiter erhalten in den neuen Bundesländern deutlich weniger Schüler Nachhilfe als in den alten Bundesländern (16 zu 30 Prozent). Dieses Verhältnis bleibt bei den Gymnasiasten (West: 36, Ost: 11 Prozent) und Realschüler (West: 32, Ost: 19 Prozent) erhalten. Nur die Hauptschüler nehmen in den Neuen Ländern häufiger (25 Prozent) bezahlte Nachhilfe in Anspruch als in den alten Ländern (12 Prozent).Das SOEP ist eine multidisziplinäre Längsschnittstudie, die über Daten aus mehr als 20 jährlichen Befragungswellen verfügt. Es wird seit 2003 als Serviceeinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) gefördert.www.diw.de/deutsch/sop/
Dieser Artikel ist erschienen am 12.09.2005