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Jeder Dritte hat weniger als drei Stunden

Deutsche Arbeitnehmer haben wenig Freizeit - laut einer Studie des Hamburger BAT-Freizeit-Forschungsinstituts gaben ein Drittel der 2.000 Befragten ab 14 Jahren an, täglich weniger als drei Stunden zur freien Verfügung zu haben - bei den Selbständigen sind es sogar 64 Prozent. Frauen sind mit 55 Prozent vom Freizeitmangel stärker betroffen als Männer (46 Prozent). Selbst Hausfrauen bleiben vom Freizeitmangel nicht verschont: 42 Prozent gaben an, neben ihren Verpflichtungen gegenüber Familie, Haushalt und Kindern täglich weniger als drei Stunden für sich alleine zu besitzen.

Gründe für die immer knapper werdende Freizeit sind Übergangsaktivitäten, die nach Verlassen des Arbeitsplatzes anfallen, wie Einkäufe, Hausarbeiten, Kinderbetreuung, sowie soziale Verpflichtungen in Familie, Nachbarschaft und Gemeinde.

Die besten Jobs von allen


Horst Opaschowski, Leiter des Hamburger BAT-Freizeit-Forschungsinstituts, sieht im Freizeitmangel eine Gefahr für die Wirtschaft: "Konsumlust kann sich unter Zeitdruck kaum entwickeln." So werden Verbraucher zu Zeitsparern, die kontinuierlich weniger Zeit haben zum Einkaufen, Essengehen, oder für Kinobesuche und Wochenendausflüge.
Dieser Artikel ist erschienen am 26.08.2004