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Internationale Hilfsorganisationen von A bis Z

Interesse an einem Job bei einer internationalen Hilfsorganisation? Hier haben wir für Sie wichtige Infos, Checklisten und Adressen zusammengestellt.
Auswärtiges Amt im Internet
Der Reisedienst Auswärtigen Amtes bietet umfangreiche Länderinformationen mit Sicher-heits- und Einreisebestimmungen, Visumserfordernissen und Reisewarnungen, sowie die Adressen aller deutschen Auslandsvertretungen weltweit www.auswaertiges-amt.de

Arbeitserlaubnis
Für unbezahlte Kurzzeiteinsätze reicht meist das reguläre Touristenvisum ohne gesonderte Arbeitserlaubnis. Bei längeren Aufenthalten hilft in der Regel die jeweilige Hilfsorganisation bei der Abwicklung der entsprechenden Papiere

Die besten Jobs von allen


Checkliste
Flug gebucht? Koffer gepackt? Reisepass abgelaufen? Mit Hilfe von www.urlaubs-checkliste.de sollen solche und ähnliche Pannen bereits im Vorfeld eines Auslandsaufenthalts verhindert werden

Freiwilligendienst
Freiwilligendienst zu leisten bedeutet, sich auf freiwilliger Basis und unentgeltlich mehrere Monate im In- oder Ausland in einem Ökologie-, Sozial- oder Kulturprojekt oder im Bereich der Friedens- oder Jugendarbeit zu engagieren. Grundsätzlich lassen sich Freiwilligendienste nach ihrer Länge unterteilen in kurz-, mittel- und längerfristige Einsätze. Projekte bis zu drei Monaten gelten als kurzfristiger Freiwilligendienst (siehe auch "Workcamps"), bei bis sechs Monaten spricht man von Medium Term Volunteering (MTV), alles darüber wird als Long Term Volunteering (LTV) bezeichnet

Geld
Nach wie vor der Klassiker in der Reisekasse beim Auslandaufenthalt sind Travellerschecks. Der Vorteil: Bei Verlust oder Diebstahl werden sie problemlos ersetzt. Da man zum Eintau-schen eine Bank benötigt, eignen sich die Schecks aber nur bedingt für Einsätze in ländlicheren Gebieten fern der Zivilisation. Eine begrenzte Menge Bargeld in der Landeswährung sollte in jedem Fall zur Grundausstattung gehören. Wer sich Geld ins Ausland überweisen lassen will, kann dies am schnellsten entweder über Western Union (www.westernunion.com) und MoneyGram (www.moneygram.com) abwickeln. Registrierte Kunden können sich jeden beliebigen Betrag an eines von rund 80.000 Vertrags-Postämtern in aller Welt schicken lassen - und das nicht erst zwei Tage später, sondern unmittelbar im Anschluss an eine erfolgte Bo-nitätsprüfung (Liquiditätsprüfung). Dem Empfänger wird eine mehrstellige Codenummer mitgeteilt, mit der er sich dann am Schalter ausweisen kann. Die Gebühren sind zwar relativ hoch, aber der Service ist zuverlässig

Gepäck
20 kg plus ein Stück Handgepäck - mehr ist bei den meisten Fluggesellschaften nicht im Flugpreis enthalten, wenn man nicht gerade First-Class fliegt. Es spielt außerdem keine Rolle, ob man für nur eine Woche oder für ein ganzes Jahr verreist - sinnvoll packen und aufs Wesentliche reduzieren, denn Übergepäck ist empfindlich teuer

Impfungen
Die umfangreichsten Reisegesundheitsinformationen bietet die Website der Weltgesundheitsorganisation (www.who.int). Sinnvoll ist es in jedem fall, sich bei einem Tropeninstitut zu informieren. Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. bietet auf ihrer Homepage (www.dtg.de) eine umfassende Adressenliste aller tropenmedizinischen Institutionen in Deutschland sowie Impfempfehlungen und Hinweise zur Malaria-Prophylaxe

Krankenversicherung
Zwischen Deutschland und einigen Ländern der Welt (u.a. der EU-Staaten) besteht ein Sozialabkommen. In diesen Ländern reicht zur Versicherung eigentlich ein Auslandskrankenschein. Da jedoch meist nur ein geringer Teil (bevorzugt bei Krankentransporten) des im Voraus bezahlten Betrages für die Rettung / Behandlung zurückerstattet wird, ist es ratsam, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen. Doch auch hier gilt: Das Geld muss in der Regel vor Ort vorgestreckt werden und wird gegen Beleg zurückerstattet

Krisenprävention
Im Rahmen ihres Vorbereitungsangebotes an Personal der Entwicklungszusammenarbeit bietet die Zentralstelle für Auslandskunde der DSE einen Trainingskurs zu "Konfliktmanagement und Krisenprävention" an. Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. - AGEH Personaldienst deutscher Katholiken für internationale Zusammenarbeit Ripuarenstrasse 8, 50679 Köln, Tel.: 0221-8896-0 Fax 0221-8896-100, E-Mail: infoline@ageh.org, www.ageh.de

Nachwuchsförderung
Das Nachwuchsförderungsprogramm (NFP) des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) ist ein Stipendienprogramm, das fachlich qualifizierten Berufsanfängern die Möglichkeit bietet, während eines einjährigen Aufenthalts in einem Gastland des DED entwicklungspolitische, berufliche, persönliche und interkulturelle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Die Ent-wicklungsstipendiaten können unter der Anleitung erfahrener Entwicklungshelfer und hauptamtlicher Mitarbeiter des DED ihre vorhanden Kenntnisse und Fähigkeiten anwenden und zugleich die Arbeit des DED und seiner Partner in den Gastländern kennen lernen. Voraussetzungen: 1. Berufsabschluss im Spektrum der Tätigkeitsfelder des DED; 2. Kenntnisse über Entwicklungspolitik. 3. Nicht älter 30 Jahre, gute Kenntnisse in einer europäischen Verkehrs-sprache. Während des Auslandsaufenthalts zahlt der DED ein monatliches Unterhaltsgeld. Außerdem übernimmt er die Krankenversicherung und die internationalen Reisekosten. Bewerbungsunterlagen: ausführlicher tabellarischen Lebenslauf, zunächst ohne Zeugnisse und ohne Plastikhüllen oder Bewerbungsmappen. Kontaktadresse: Tielmann-Khali, Deutscher Entwicklungsdienst, gemeinnützige Gesellschaft mbH, Nachwuchsförderungsprogramm (NFP), Tulpenfeld 7, 53113 Bonn

Pass
Die meisten Länder außerhalb der Europäischen Union verlangen zur Einreise einen Reise-pass, der noch sechs weitere Monate gültig ist. Wer kurz vor knapp bemerkt, dass sein Pass bereits nicht mehr gültig ist oder in wenigen Wochen abläuft, kann sich bei den örtlichen Meldestellen gegen Vorlage des alten Passes direkt einen vorläufigen Reisepass ausstellen lassen (Gültigkeit ein Jahr, Passbild mitbringen!). Der Antrag auf einen regulären neuen Pass wird in der Regel innerhalb von vier Wochen bearbeitet

Soziales Jahr im Ausland
Das Diakonische Jahr im Ausland (DJiA) ist ein Freiwilligendienst und ein soziales Orientierungsjahr. Es bietet jungen Leuten von 18 bis 25 Jahren die Gelegenheit, für ca. neun bis zwölf Monate in sozialen Einrichtungen in Europa mitzuarbeiten. In der Regel beginnt ein Einsatz Ende August/Anfang September. Bewerberinnen und Bewerber sollen für einen einjährigen sozialen Dienst motiviert sein, Interesse an der Begegnung mit einer anderen Kultur haben und sollen dem christlichen Glauben und kirchlichen Einrichtungen offen gegenüber-stehen.
Kontaktadresse: Diakonisches Werk Pfalz, Diakonisches Jahr im Ausland, Karmeliterstraße 20, 67346 Speyer, Tel.: 06232/664-209, Fax: 06232/664-2427, www.diakonisches-jahr-im-ausland.de

Sprachkurse
Je nach Vorkenntnissen ist ein Sprachkurs im jeweiligen Land sinnvoll, wenn nicht sogar un-bedingt erforderlich. Die Datenbank www.languageschool.de enthält Informationen zu mehreren hundert Sprachschulen weltweit. Viele der Schulen vermitteln gegen einen geringen Unkostenbeitrag oder kostenlos Arbeitsplätze für Freiwillige bei lokalen Initiativen oder Hilfsorganisationen im jeweiligen Land. Voraussetzung ist ein davor zu absolvierender, mindestens vierwöchiger Sprachkurs. Vorteil: Man kann sich mehrere Projekte vor Ort anschauen und hat die Möglichkeit, weiterhin bei der Gastfamilie zu wohnen, die man bereits während dem Sprachkurs kennen gelernt hat

Studiengang "Humanitäre Hilfe"
Vor dem Hintergrund der gestiegenen Zahl an humanitären Krisen und Konflikte hat die Eu-ropäische Union ein Studienprogramm ins Leben gerufen, in dessen Rahmen Fachkräfte für den Einsatz in humanitären Hilfsaktionen ausgebildet werden. Das Programm, in das Universitäten aus sieben europäischen Ländern integriert sind, richtet sich an Personen, die bereits ein Studium abgeschlossen haben. Neben einer theoretischen Ausbildung umfasst es Praktika bei anerkannten internationalen Hilfsorganisationen. Infos über das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr Universität Bochum, Universitätsstraße 150, 44780 Bochum, www.ruhr-uni-bochum.de/ifhv

UNO & Co
Das Büro Führungskräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO) der Bundesanstalt für Arbeit gibt eine Broschüre mit dem Titel "Die Mitarbeit von Deutschen in Internationalen Organisationen" heraus. Infos: http://195.185.214.164/iv/ausland/int_org.html; Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesanstalt für Arbeit - Büro Führungskräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO) -, Villemombler Str. 76, 53123 Bonn, Tel: 0228 / 713-0, Fax: 0228 / 713-1400. Übersicht aller UNO-Organisationen in Deutschland und Stellenmarkt unter www.uno.de/deutschland/blick.htm

UNITAR
Das United Nations Institute for Training and Research (UNITAR) ist eine unabhängige In-stitution innerhalb der Vereinten Nationen und hat das Mandat, durch Trainingsangebote und Forschung zu einer effektiveren Arbeit der Vereinten Nationen beizutragen. Kurse werden u.a. angeboten in "International Affairs Management" und "Peacemaking and Preventive Di-plomacy". Nähere Informationen zu diesen und anderen Programmen finden Sie unter http://www.unitar.org/activities1.htm

Wechselkurse
Empfehlenswert und informativ ist das Internet-Angebot www.reisebank.de: aktuelle Wechselkurse der wichtigsten Auslandswährungen, Einfuhr- und Ausfuhrbeschränkungen, Empfehlungen, welche Zahlungsmittel in den jeweiligen Ländern verwendet werden sollten, An-sicht der fremden Geldscheine und einen Währungsrechner

Workcamp
Ein Workcamp ist ein kurzfristiger freiwilliger Einsatz in Europa oder Übersee für die Dauer von zwei bis sechs Wochen. Dort treffen sich junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren aus verschiedenen Ländern und Kulturen und arbeiten täglich bis zu sechs Stunden in gemeinnützigen Projekten in den Bereichen Ökologie, Soziales und Versöhnung. Ziel des Ein-satzes ist die Völkerverständigung, die gemeinschaftliche Arbeit in einer international zu-sammengesetzten Gruppe und das Kennenlernen der Menschen und der Kultur des Gastgeberlandes. Die Freizeit wird gemeinsam gestaltet und umfasst teilweise auch Study-Parts zu bestimmten Themen. Unterkunft und Verpflegung sind in der Regel frei

Zivildienst
Der Andere Dienst im Ausland (AdiA) ist ein Ersatz für den Zivildienst in der Bundesrepu-blik. Für 15 Monate können sich Zivildienstpflichtige für einen Anderen Dienst im Ausland verpflichten, sie werden anschließend nicht mehr zum Zivildienst herangezogen, www.zivi.org.
Dieser Artikel ist erschienen am 20.03.2002