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Initiativbewerbung, wenn Profil nicht auf Anzeige passt

Entspricht eine Stellenanzeige nicht dem eigenen Qualifikationsprofil, sollten Bewerber auf eine Bewerbung verzichten. Denn bei der Vorauswahl der Bewerbungen über passende Schlüsselbegriffe fällt der Jobsuchende dann häufig schon in der ersten Runde raus. Interessenten sollten lieber den offiziellen Weg umgehen und entweder im Direktgespräch die Jobeignung kommunizieren oder eine Initiativbewerbung entwerfen, die indirekt auf die ausgeschriebene Position hindeutet, rät das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere in seiner Oktober-Ausgabe.Generell sollten Jobsuchende Stellenanzeigen genau lesen, um zu entscheiden, ob sich eine Bewerbung überhaupt lohnt. Wichtig ist zum einen die beschriebene Position. Klingt der Jobtitel nebulös, will der Arbeitgeber vielleicht nicht weiter differenzieren. ?Hier empfiehlt sich ein Anruf, um zu klären, ob sich weiteres Reinknien lohnt?, sagt Bewerbungsberater Gerhard Winkler in karriere.

Die besten Jobs von allen

Das Kandidatenprofil skizziert Faktoren wie Alter, Kompetenz, Erfahrung und Qualifikationen. Je präziser das geschieht, desto besser für den Bewerber. Bei der Bewertung der gesuchten Qualifikationen lassen Unternehmen häufig einen Interpretationsspielraum: ?Wenn wir Leute mit ein- bis zweijähriger Berufserfahrung suchen, sollten sich Absolventen nicht abschrecken lassen?, sagt Christopher Schindler, Head of Recruiting bei Siemens VDO Automotive. ?Viele haben ja erste Erfahrungen in Praktika oder mit ihrer Diplomarbeit gesammelt. Sind aber mindestens zwei Jahre Berufspraxis verlangt, haben Einsteiger keine Chance.?Die Oktober-Ausgabe von karriere erscheint am 23. September 2005.
Dieser Artikel ist erschienen am 20.09.2005