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Im Rundfunk haben Köln und München die Nase vorn

Gut die Hälfte der fast 45.000 Festangestellten bei Radio- und Fernsehsendern in Deutschland arbeitet in den Medienstädten Köln, München, Berlin und Hamburg. Dabei hat Köln zwar mit rund 7.300 Beschäftigten knapp die Nase vorn vor München. Doch mit fast 6.000 entfällt der Löwenanteil der Rundfunkmitarbeiter in der Domstadt trotz des TV-Marktführers RTL auf die öffentlich-rechtlichen Mammutanstalten wie den WDR und den Auslandssender Deutsche Welle. In der bayerischen Landeshauptstadt hingegen arbeiten mehr als 50 Prozent der Beschäftigten bei privaten Anbietern, denn hier sitzt die Kirch-Gruppe mit ihren Sendern. Deutschlandweit steht allerdings nur ein Drittel der Festangestellten bei den Privatsendern in Lohn und Brot. Die Privaten setzen stärker als die öffentlichen Sender auf schlanke Zentralen, die viele Aufträge an freie Produktionsfirmen vergeben.

Quelle:
Institut der deutschen Wirtschaft, Köln.
Dieser Artikel ist erschienen am 12.03.2002