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Illusion vom Lernen im Netz

co. Foto: Pixelio.de
Virtuelle Vorlesungen, Professoren-Chats, Online-Übungsaufgaben zur Examensvorbereitung: Die Vorteile des elektronischen Campus sind bekannt, doch von seiner Realisierung sind die deutschen Universitäten noch meilenweit entfernt.
Virtuelle Vorlesungen, Professoren-Chats, Online-Übungsaufgaben zur Examensvorbereitung: Die Vorteile des elektronischen Campus sind bekannt, doch von seiner Realisierung sind die deutschen Universitäten noch meilenweit entfernt.Wie eine aktuelle Umfrage von TNS Infratest unter 50 ausgewählten Hochschuldozenten verschiedener Fachrichtungen ergeben hat, nutzen sie das universitäre IT-Angebot nur sehr zurückhaltend. Gerade einmal sechs Prozent dokumentieren ihre Vorlesungen ?häufig? oder ?sehr häufig? digital. Auch mit virtuellen Sprechstunden für ihre Studenten stehen die Profs noch auf Kriegsfuß: 84 Prozent geben ?selten? oder ?nie? dazu Gelegenheit. Nicht viel anders steht es um ‧Online-Übungen: 71 Prozent der Dozenten stellen den Studierenden solches Lehrmaterial ?selten? oder ?nie? zur Verfügung.

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Zwar wünscht sich mit rund 83 Prozent der deutschen Studenten eine große Mehrheit elektronische Studienangebote - und auch die Professoren halten den Hörsaal im Cyberspace prinzipiell für sinnvoll, aber an der technischen Umsetzung hapert es noch: ?Bei vielen Lehrenden herrscht eine gewisse Scheu gegenüber modernen Informationstechnologien?, konstatiert Swantje Rosenboom, Bereichsleiterin Forschung und Lehre von Microsoft. Da haben die Hochschullehrer also dringend Nachhilfebedarf! Als Vorreiter in Sachen E-Campus gelten die Hochschulen Hamburg, Karlsruhe und Aachen, die immerhin umfangreichere Pilotprojekte auf den Weg gebracht haben.
Dieser Artikel ist erschienen am 29.06.2007