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Ich studier' jetzt mal in Stanford

bdo
Einmal an Amerikas Top-Universitäten studieren ? das ist ein Traum, den sich nur wenige Deutsche erfüllen können. Doch seit einigen Jahren breitet sich an US-Unis der Gedanke aus, dass Bildung allen Menschen zugänglich gemacht werden soll. Deshalb stellen derzeit zahlreiche Spitzenunis ihre Vorlesungen und Seminare ins Internet ? kostenlos.
Den Anfang machte die legendäre Technik-Uni MIT (Massachusetts Institute of Technology) mit ihrem Open-Courseware-Projekt. Mittlerweile sind 35 MIT-Studiengänge mit 1.500 Kursen online ? von Anthropologie über Nuklearwissenschaft bis hin zu Raumfahrt. Kosten: keine. Registrierung: nicht notwendig.

Andere Spitzenunis wie Berkeley, Stanford und Princeton haben nachgezogen und bieten neben Kursmaterialien auch Video- und Audiodateien oder Podcasts von Vorlesungen an. Wer am Ende seine Lernfortschritte überprüfen will, kann sich an einigen Hochschulen sogar die kompletten Klausur-Aufgaben herunterladen. Einen Schein oder gar eine Examensurkunde gibt es dafür allerdings nicht. Auch auf Kontakt zum Professor müssen die Fernlerner verzichten.

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Dass ihnen durch die Online-Kurse zahlende Studenten durch die Lappen gehen, fürchten die Universitäten deshalb nicht: ?Nichts ist bei einem Studium wichtiger als der direkte Kontakt zwischen Studenten und Lehrenden?, sagt Geschichtsprofessorin Diana E. E. Kleiner, die derzeit ein Video-Vorlesung-Projekt an der Yale University aufbaut. ?Dass wir eine Auswahl an Kursen online stellen, ändert daran nichts.?

Hier studieren Sie kostenlos:

  • Berkeley, University of California: itunes.berkeley.edu; webcast.berkeley.edu
  • Carnegie Mellon University: www.cmu.edu/oli
  • Johns Hopkins University Bloomberg School of Public Health: ocw.jhsph.edu
  • Massachusetts Institute of Technology (MIT): ocw.mit.edu
  • University of Notre Dame: ocw.nd.edu
  • Princeton: www.princeton.edu/WebMedia/lectures
  • Stanford University: itunes.stanford.edu
  • Tufts University: www.ocw.tufts.edu
  • Utah State University: ocw.usu.edu
  • Dieser Artikel ist erschienen am 28.03.2007