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Hoffmann wirft Hunzinger raus

Bolko Hoffmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Hunzinger AG, will seinen geschassten Vorstandschef Moritz Hunzinger auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagen.
Moritz Hunzinger wurde entlassen. Foto: dpa
HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Das teilte der Aufsichtsratsvorsitzende Bolko Hoffmann am Freitag in Düsseldorf mit. Aus Protest gegen das Verhalten des Großaktionärs Hoffmann war der alte Aufsichtsrat Anfang März zurückgetreten. Hoffmann will Hunzinger auf ?Schadenersatz in Millionenhöhe? verklagen.Für Schlagzeilen hatte Hunzinger mit seinen Geschäftsbeziehungen zu Rudolf Scharping gesorgt, die vor knapp zwei Jahren dazu führten, dass der frühere SPD-Chef als Verteidigungsminister entlassen wurde.

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Hoffmann, der auch Herausgeber der Börsenzeitschrift ?Effecten-Spiegel? ist, wurde der Erklärung zufolge bei der Sitzung am Freitag zum Aufsichtsratschef gewählt. Weitere Mitglieder wurden den Angaben zufolge Isolde Hammans von der Beteiligungsgesellschaft Agathon und Wolfgang Stach als Vertreter der Kleinaktionäre.Hoffmann kündigte nach seiner Wahl eine Umstrukturierung und Umbenennung des Unternehmens an. Der neue Name stehe noch nicht fest, gedacht werde an eine eventuelle Umfirmierung in ?action press Medien-AG?. Außerdem ist den Angaben zufolge geplant, die Immobilie in Frankfurt am Main und auch die Public Relations GmbH zu verkaufen. Der Sitz der Gesellschaft solle von Frankfurt verlegt werden, wobei der neue Ort noch nicht feststehe. Ein Nachfolger Hunzingers als Vorstandschef werde in Kürze ernannt, hieß es weiter.
Dieser Artikel ist erschienen am 02.04.2004