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Höchster Juli-Stand seit Wiedervereinigung

In Deutschland hat die Zahl der Erwerbslosen mit 4.359.900 den höchsten Juli-Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Somit kletterte die Arbeitslosenquote um 0,3 Punkte auf 10,5 Prozent. Laut der Bundesagentur für Arbeit kann frühestens nächstes Jahr mit einer Aufwärtsbewegung der Beschäftigungssituation gerechnet werden - vorausgesetzt die Wirtschaftswachtumsrate beträgt mehr als zwei Prozent.

Die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen stieg in Westdeutschland um 90.800 auf 2.759.700 und in Ostdeutschland um 35.700 auf 1.600.300. Allerdings werden die derzeit 84.400 Teilnehmer an Trainingsmaßnahmen seit Jahresbeginn nicht mehr in der Statistik erfasst.

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Als eine der Ursachen für die hohe Arbeitslosenquote sieht Heinrich Alt, Vizevorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, Jugendliche und junge Erwachsene, die nach Beendigung ihrer Ausbildung keinen Arbeitsplatz bekommen haben. Des Weiteren wird als Grund gesehen, dass aufgrund des Quartalsendes erst nach der Sommerpause vermehrt Erwerbslose eingestellt werden.
Dieser Artikel ist erschienen am 05.08.2004