Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Herber Rückschlag für türkische Aldi-Brüder

Nach einem aktuellen Gerichtsentscheid dürfen die türkischen Geschäftsleute Cengiz und Muhammed Aldi in Deutschland nicht ausschließlich mit ihrem Familiennamen Werbung treiben.
HB/dpa HAMM. Die gleichnamige Discounter-Kette hatte geklagt, weil die Brüder aus Recklinghausen unter der Bezeichnung ?Gebrüder-Aldi-Reisen GmbH? für ihr Unternehmen geworben hatten. Der Wettbewerbssenat des Oberlandesgericht sah diese Werbung als unlauter an. Eine Revision wurde nicht zugelassen.Es sei geltende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, dass Namensvetter großer Firmen eigene Werbemaßnahmen mit einem Zusatz kennzeichnen müssten, sagte der Vorsitzende des Wettbewerbssenats.

Die besten Jobs von allen

Diese Erfordernis ergebe sich aus dem überragenden Bekanntheitsgrad von Firmen wie etwa Aldi. Die Gebrüder Cengiz und Muhammed Aldi hätten mit der von ihr gewählten Firmenbezeichnung bewusst versucht, die dem Discounter von seinen Kunden entgegen gebrachte Wertschätzung für sich auszunutzen.
Dieser Artikel ist erschienen am 01.04.2003