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Headhunter auf Jobsuche

Knapp 1.000 Personalberater ­ sonst gewohnt, andere zu vermitteln ­ mussten sich 2002 selbst eine neue Beschäftigung suchen.

Knapp 1.000 Personalberater ­ sonst gewohnt, andere zu vermitteln ­ mussten sich 2002 selbst eine neue Beschäftigung suchen. Das ergab eine neue Studie des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU). Grund: fehlende Aufträge. Mit minus 18,5 Prozent musste die Branche bereits den zweiten herben Umsatzrückgang in Folge verkraften. 170 von 1.970 Personalberatungen verschwanden im Laufe des vergangenen Jahres vom Markt, darunter mit A priori auch eines der 15 größten Unternehmen.

Wer noch da ist, weitet jetzt sein Leistungsangebot aus. Vor allem Outplacement-Beratung ­ die Unterstützung entlassener Führungskräfte ­ und die Vermittlung von Interims-Managern nehmen zu. Ab 2004 erwartet BDU-Vizepräsident Joachim Staude wieder bescheidene Zuwachsraten. Die Branche hofft auf den prognostizierten Fachkräftemangel. Personalberater Jörg Will: "Der Kampf um gute Kandidaten wird weitaus härter sein als der gegenwärtige Kampf um Mandate."
Dieser Artikel ist erschienen am 10.07.2003