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Haustausch - Geld sparen beim Trip ins Ausland

Annika Probst
Jedes Jahr zur Urlaubszeit schmerzt der Gedanke, dass die Mietkosten zuhause weiterhin zu Buche schlagen. Man zahlt für zwei Betten, obwohl man nur in einem schlafen kann. Eine Lösung des Problems bieten Wohnungstauschbörsen.
Jedes Jahr zur Urlaubszeit schmerzt der Gedanke, dass die Mietkosten zuhause weiterhin zu Buche schlagen. Man zahlt für zwei Betten, obwohl man nur in einem schlafen kann.
Eine Lösung des Problems bieten Wohnungstauschbörsen. Das Prinzip ist schon älter, hat aber durch das Internet einen neuen Aufschwung erlebt. Menschen aus aller Welt können sich online registrieren. Sie stellen sich kurz vor und beschreiben ihre Wohnung, Reiseziel und -zeitraum. Diese Daten sind für jeden Interessierten im Internet einsehbar und dann kann der Tausch beginnen.

Guten Service bietet der kostenlose niederländische Anbieter RoomForRoom.com. Jeder neue User erhält automatisch eine Liste mit passenden Tauschpartnern. Über die Webseite kann der Nutzer den ersten Kontakt herstellen, anonym natürlich. Roomforroom.com ist mit weltweit ca. 5000 Mitgliedern der größte kostenlose Anbieter. Hier gibt es Tauschpartner für jedermann.

Die deutsch- und englischsprachige Seite xChanges.de ist ein Projekt des Studenten Peter Hufer und hat ungefähr 1000 Einträge. Die registrierten User kommen aus aller Welt und selbst ältere Einträge sind einsehbar. Diese sind dann mit dem Vermerkt versehen "out of date but worth a try!".

Solche kostenlosen Datenbanken ziehen vor allem junge Leute und Studenten an. Die zum Tausch angebotenen Wohnungen sind somit meist einfacher mit nur ein bis zwei Zimmern, dafür aber oft zentral gelegen.

Kommerzielle Seiten verlangen eine Gebühr ab 30 US Dollar für die Nutzung ihrer Datenbank. Allerdings ist dieser Preis eine Gewährleistung dafür, dass sich nur ernsthaft Interessierte registrieren. Häufig werden komplette Häuser samt Auto zum Tausch angeboten und ermöglichen so auch Familien einen preiswerten Urlaub.

Tipps für den Wohnungstausch von Martin van Overbeeke, RoomForRoom.com
  • Private E-Mail Adresse erst preisgeben, wenn man sich gegenseitig beschnuppert hat
  • Häufiger und ausführlicher Kontakt via E-Mail und Telefon, wenn möglich ein Vortreffen organisieren
  • Regel und Pflichten, wie z.B. Goldfische füttern, besprechen und schriftlich festhalten
  • Für Notfälle eine Kontaktperson vor Ort, z.B. die Mutter oder ein guter Kumpel, zur Verfügung stellen
  • Rechtliche Sicherheit bringt Abschluss eines Vertrages, z.B. ein vorgefertigter Untermietervertrag
  • Wer dann noch Angst um Einrichtung und Wertgegenstände hat, kann Fotos der Wohnung vom
    Tauschpartner unterzeichnen lassen

Kostenlose Tauschbörsen:
www.RoomForRoom.com
Ausgefeilte Datenbank: ca. 5000 Einträgen mit gut eingrenzbarer Suchfunktion sowie einem automatischen Matching-Service.

www.xChanges.de
Es gibt ungefähr 1000 Einträge in vier Kategorien: USA, Kanada, Europa und "sonstigen Regionen".

www.HomeExchange.com
Hier kann man kostenlos nach einem Tauschpartner suchen und Kontakt aufnehmen. Eigene Inserate sind erst möglich, nachdem ein Mitgliedsbeitrag gezahlt wurde. Teilweise sehr exquisite Angebote: Villa in Beverly Hills oder ein luxuriösem Penthouse mit Portier und Whirlpool in Manhattan.

Kostenpflichtige Tauschbörsen:
www.Holiday-Service.de
www.Trading-Homes.com
www.LandFair.com

Nützliche Links
Erfahrungsberichte von deutschen Familien
www.Holiday-Service.de/Erfahrungsberichte

Links zum Thema preiswertes Reisen
http://alumni.aitec.edu.au/~bwechner/Documents/Travel/lists.html
Dieser Artikel ist erschienen am 12.10.2001