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Hauptsache Arbeit

Für einen Job tun angehende Akademiker mittlerweile fast alles. 80 Prozent der heutigen Studenten würden größere Belastungen wie einen Wohnortwechsel oder längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen, ähnlich viele wären zu finanziellen Zugeständnissen bereit, um ihre Berufsträume verwirklichen zu können.Zwei Drittel würden kurzfristig sogar eine fachfremde Stelle annehmen, die ihrer Ausbildung nicht entspricht. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung des Bundesbildungsministeriums unter 10.000 Hochschülern. Am optimistischsten blicken Mediziner in die Zukunft: Nur drei Prozent erwarten später Schwierigkeiten bei der Jobsuche. In den Wirtschafts- und Naturwissenschaften hat rund jeder fünfte Student Bedenken, seiner Qualifikation entsprechend unterzukommen.

Die besten Jobs von allen

Überraschend verzagt geben sich trotz vergleichsweise guter Stellenlage die Ingenieure: 17 Prozent haben Sorge, überhaupt eine Stelle zu finden, weitere zehn Prozent glauben, nicht fachgerecht unterzukommen. Am negativsten aber bewerten Juristen ihre Berufschancen. Jeder vierte rechnet hier mit Arbeitslosigkeit.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.09.2005