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Gute Besserung

Die Pharma-Branche kränkelt gern öffentlich: Zu starke Regulierung für Arzneimittel, wechselnde Gesetzeslagen, miese Konjunktur und andere höhere Gewalten machen ihr zu schaffen, klagt die Branche.Doch so schlecht geht es den Pillendrehern nicht: Lifestyle-Medikamente wie etwa Vitaminpräparate bescheren der Branche gute Umsätze. Die Zahl der älteren Menschen mit hohem Arzneimittelbedarf steigt ständig und verspricht ebenfalls Zuwächse. Hochschulabsolventen sind deshalb ab Mitte des Jahres bei vielen Pharma-Unternehmen wieder willkommen.

Die besten Jobs von allen

Forscher und Entwickler sind besonders begehrt, denn das wichtigste Standbein dieser Branche ist das Entwickeln von neuen patentfähigen Medikamenten. Altana will noch in diesem Jahr rund 130 Akademiker einstellen. Die Bad Homburger sehen Deutschland auch zukünftig für sich als wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsstandort. Der Schweizer Pharma-Riese Novartis stellt voraussichtlich 500 Hochschulabsolventen ein, und auch Branchenprimus Pfizer ist ab Sommer 2003 auf der Suche nach Natur- und Ingenieurwissenschaftlern. Klingt nach guter Besserung.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.05.2003