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Gute Berufs-Chancen für Informatiker

Absolventen von Informatikstudiengängen können sich 2004 berechtigte Hoffnungen auf einen Arbeitsplatz in der IT-Branche machen. Nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom und der Technologie-Initiative D21 werden IT-Unternehmen in diesem Jahr erstmals wieder Zehntausende Nachwuchskräfte einstellen. "Bleibt es beim prognostizierten Wachstum, könnten in diesem Bereich bis zum Jahresende 20.000 bis 50.000 neue Arbeitsplätze entstehen", sagt Vorstandsvorsitzender der Initiative D 21 Erwin Staudt dem Job- und Wirtschaftsmagazin Junge Karriere. Besonders von kleineren IT-Serviceagenturen, Beratungen und Softwarefirmen seien Impulse für den Arbeitsmarkt zu erwarten, so Staudt. Der Branchenverband Bitkom geht zudem für das laufende Jahr von einem Umsatzwachstum von zwei Prozent auf 134 Milliarden Euro aus.

Damit dürfte in der IT-Branche die Wende geschafft sein. 2003 war die Zahl der Beschäftigten im zweiten Jahr in Folge auf rund 751.000 gesunken. Auch mittelfristig sehen die Perspektiven für Informatiker gut aus. Experten fürchten schon heute einen immensen Nachwuchsmangel. Denn während der Bedarf wieder steigt, ist das Interesse am Informatikstudium gesunken. 29 Prozent der IT- und Telekom-Dienstleister klagten laut Bitkom seit Ende 2003 wieder über fehlende Fachkräfte, berichtet Junge Karriere in seinem Informatik-Spezial.

Die besten Jobs von allen


Branchen-Experten erwarten die neuen Arbeitsplätze vor allem bei kleineren Softwareschmieden, Mobilfunkunternehmen und Online-Dienstleistern. Das Researchunternehmen IDC Consulting rechnet zudem mit Wachstumsimpulsen aus den Banken und dem produzierenden Gewerbe. Beide Branchen wollen die seit Jahren brachliegenden IT-Investitionen nicht mehr länger vor sich her schieben.

Zurückhaltung üben dagegen weiterhin die bei Berufseinsteigern besonders beliebten Arbeitgeber wie Siemens, IBM, SAP, DaimlerChrysler oder BMW. Die Global Player setzen die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland auch im IT-Bereich fort, berichtet Junge Karriere weiter.Gefragt sind vor allem Software-Entwickler und Programmierer: Auf sie entfallen knapp 30 Prozent der Stellenangebote in den IT-Kernberufen. Vorausgesetzt, sie beherrschen die Programmiersprachen Java, C++, SGL und Visual C. Uni-Absolventen steigen zurzeit mit einem Jahresgehalt von 43.000 Euro ein, Informatiker von Fachhochschulen mit rund 38.000 Euro

Mehr Informationen über den aktuellen Jobmarkt für Informatiker stehen in der März-Ausgabe von Junge Karriere, die ab dem 27. Februar 2004 am Kisk erhältlich ist.

Dieser Artikel ist erschienen am 25.02.2004