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Gut zu wissen

Wer kann in die Wirtschaftsprüfung einsteigen, wie lange dauert das Examen und wie sehen die Zukunftschancen aus?
Gute Chancen: Wer in einer Wirtschaftsprüfungskanzlei anfängt, darf auf ein Jahresgehalt zwischen 70.000 und 120.000 Mark hoffen - Dienstwagen und Vergünstigungen mit eingerechnet. Zwar gaben die Unternehmen gegenüber Junge Karriere - wenn überhaupt - niedrigere Beträge an. Doch die Nachfrage an Mitarbeitern ist zurzeit groß und das Angebot auf dem Arbeitsmarkt nur begrenzt. Ein Senior oder Teamleiter verdient nach zwei Jahren im Job 100.000 bis 190.000 Mark.

Quereinsteiger willkommen: Der klassische Einsteiger ist der auf Steuerrecht spezialisierte Betriebswirt. Gefragt sind aber auch Juristen, Informatiker, Wirtschaftsingenieure, Mathematiker, Physiker und Chemiker, die sich wie Agrarwissenschaftler nach dreijähriger Prüftätigkeit zum Wirtschaftsprüferexamen anmelden dürfen. Steuerberater oder vereidigte Buchprüfer können das Examen nach fünf Jahren, FH- und Bachelor-Absolventen nach sechs Jahren Berufstätigkeit als Prüfer ablegen.

Die besten Jobs von allen


Internationalisierung: Um mit den Big Five der Branche mithalten und Mandanten grenzüberschreitend betreuen zu können, haben sich mittelständische Ringe gebildet - wie "Grant Thornton" (www.grantthornton.de), eine Föderation von 621 Büros mit 21.500 Mitarbeitern in 106 Ländern. Ein anderer Ring ist PKF (www.pkf.de). Anders als bei Großen, erhalten Assistenten hier eine eher generalistische Ausbildung.

In der Pflicht: Nach bestandenem Examen werden Wirtschaftsprüfer staatlich bestellt und vereidigt. Das verpflichtet sie unter anderem zu absoluter Neutralität und Sorgfalt.
Dieser Artikel ist erschienen am 14.12.2001