Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Gut zu wissen

Tipps, Infos und weiterführende Links rund um den Jobeinstieg in Schweden.
Gehalt: Löhne und Gehälter sind in Schweden zwischen 30 und 40 Prozent niedriger als in Deutschland, manchmal sogar bis zu 50 Prozent. Die Arbeitslosenversicherung ist freiwillig. Sie wird von Arbeitslosenkassen verwaltet, die eng mit der Gewerkschaft verflochten sind. Ihre Leistungen liegen bei 75 bis 80 Prozent des letzten Gehalts. Das Arbeitslosengeld wird 300 Tage lang ausgezahlt.

Geld: Mit Kreditkarten können Sie in Schweden fast überall bezahlen. Die EC-Karte hingegen wird nicht durchgängig als Zahlungsmittel anerkannt. Häufig wird bei Zahlung mit der Kreditkarte nach einem Personalausweis gefragt. Mit EC-Karte und PIN-Nummer können Sie aber an über 2.400 schwedischen Geldautomaten problemlos Geld abheben. Das Limit liegt bei 1.000 Mark am Tag. Von Ihrem deutschen Postsparbuch können Sie nicht abheben. Auch können Sie in Schweden grundsätzlich nicht mit Eurocheques bezahlen, selbst Banken lösen die Schecks nicht ein.

Die besten Jobs von allen


Gesundheit: Niedergelassene Ärzte oder Zahnärzte sind die Ausnahme. Am besten suchen Sie im Notfall ein Krankenhaus auf. Jeder, der in Schweden arbeitet, ist durch die schwedische Krankenkasse ?Försäkringeskassan“ versichert. Diese finanziert Krankenhausaufenthalte, medizinische und zahnärztliche Behandlungen überwiegend aus Steuermitteln. Patienten zahlen darüber hinaus eine Bearbeitungsgebühr, die zwischen 20 und 25 Mark liegt.

Praktikum oder Au-pair: Wenn Sie in Schweden für kürzere oder längere Zeit Arbeit, ein Praktikum oder eine Au-pair- Stelle suchen, wenden Sie sich an:

Europäisches Berufsberatungszentrum
Arbeitsamt Kiel
Adolf-Westphal-Str. 2
24143 Kiel
Telefon: 0431/709-12 24
EF Au-pair
Sturegallerian 11 A
S-114 87 Stockholm
Telefon: 0046/8/58 79 30 10
STS Au-pair
Kyrkogatan 48
NK-huset
S-411 08 Göteborg
Telefon: 0046/31/60 04 30
STS Au-pair
Gustav Adolfs Torg 43
S-211 39 Malmö
Telefon: 0046/40/21 40 11

Sprache: Auch wenn in Schweden nahezu jeder perfekt Englisch spricht, sind schwedische Sprachkenntnisse absolut notwendig, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren.

Staatsbürgerschaft: Staatsangehörige der nordischen Länder können nach zwei Jahren Aufenthalt in Schweden die schwedische Staatsbürgerschaft erhalten. Alle anderen können nach einem fünfjährigen Aufenthalt die schwedische Staatsbürgerschaft beantragen. Ausländer, die einen schwedischen Staatsangehörigen heiraten, werden nicht automatisch schwedische Staatsbürger, sondern müssen die Staatsbürgerschaft beantragen.

Wohnung: Schwierigkeiten können bei der Wohnungssuche auftreten. Immer mehr der knapp 8,9 Millionen Schweden zieht es in die drei Großstadtregionen des Landes: Stockholm, Malmö und Göteborg. Die Folge: Bekommt man ein neues Einfamilienhaus in Nordschweden für rund 150.000 Mark, muss man in Stockholm das Dreifache hinblättern. Mietwohnungen sind Mangelware, und Eigentumswohnungen sind nur außerhalb der Metropolen bezahlbar.

Linktipps

Arbeiten in Schweden
www.migrationsverket.se – zuständiges Amt für Fragen zu Asyl, Visa, Staatsbürgerschaft, Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen.

www.ams.se – Arbeitsamt.

www.wwlink.se/gateway – Unternehmen, Organisationen und Behörden mit Anschrift in Schweden, eingeteilt nach Provinzen, Gemeinden oder nach Fachgebieten.

www.gulasidorna.se – Gelbe Seiten.

Studieren in Schweden
www.svenska-sidor.com/adressboken – Links zu schwedischen Bibliotheken, Gemeinden, Massenmedien, Universitäten, Ämtern.

www.studera.nu – Studieninformationen zu allen Hochschulen und Universitäten Schwedens sowie Informationen zu Studentenzimmern, Studentenverbindungen, Auslandsstudien.

www.hsv.se – Fachhochschul- und Universitätsausbildung.
Dieser Artikel ist erschienen am 23.07.2001