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Gut zu wissen

Brauche ich für die Schweiz eine Arbeitsgenehmigung? Wie ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt? Wo gibt es weitere Infos im Internet?
Wer in der Schweiz arbeiten will, braucht vier Dinge: 1. eine Zusicherung der Aufenthaltsbewilligung; diese ist vom Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde ? der Fremdenpolizei oder dem Arbeitsamt ? zu bekommen, 2. ein Visum, ausgestellt von der Schweizer Vertretung im jeweiligen Land des Visuminhabers, 3. einen Arbeitsvertrag und 4. einen gültigen Pass.

Einbürgern lassen kann sich so schnell kein Ausländer. Dazu bedarf es eines langen Verfahrens. Und bevor dieses überhaupt losgeht, muss man mindestens zwölf Jahre in der Schweiz gelebt haben, sechs davon in derselben Gemeinde. Jährlich lassen sich etwa 10.000 Menschen einbürgern.

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Einkommensteuer wird sowohl vom Bund als auch von den Kantonen und Gemeinden erhoben. Da jeder der 26 Kantone ein eigenes Steuergesetz hat, ist die Steuerbelastung entsprechend unterschiedlich ? in jedem Fall aber niedriger als in Deutschland. Grundsätzlich haben Steuerpflichtige alle zwei Jahre eine Steuererklärung auszufüllen. Gestützt darauf werden Einkommen und Vermögen ermittelt und die Steuern festgesetzt.

Die Pflegeversicherung für Krankheit und Unfälle, die so genannte Grundversicherung, ist für alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch. Spätestens drei Monate, nachdem man in der Schweiz eine Wohnung bezogen hat, sollte die Grund- versicherung bei einer Krankenkasse abgeschlossen sein. Jedes Familienmitglied muss einzeln versichert sein. Die Prämien werden nicht vom Lohn abgezogen. Mehr Infos beim Bundesamt für Sozialversicherung, CH-3003 Bern.

Arbeitslosenversichert ist automatisch jeder, der in der Schweiz arbeitet. Grenzgänger, also Leute, die in der Schweiz arbeiten und in Deutschland wohnen, zahlen in der Schweiz Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Über einen zwischenstaatlichen Ausgleich zahlt die Schweiz den Deutschen dieses Geld zurück. Sie erhalten aber, falls sie in der Schweiz arbeitslos werden, vom Deutschen Arbeitsamt Arbeitslosenunterstützung.

Um ein Bankkonto in der Schweiz zu eröffnen, braucht man einen Personalausweis und ? natürlich ? Geld. Der schwarze Koffer, der in Fernsehkrimis eine wichtige Rolle spielt, ist nicht obligatorisch. Bringt man viele Hunderttausend Mark, fragt die Bank nach, woher das Geld stammt. Macht der Kunde einen halbseidenen Eindruck, wird länger nachgefragt und recherchiert ? im schlechtesten Fall lehnt die Bank ab. Wer nicht persönlich in die Schweiz fahren will, um ein Konto zu eröffnen, nimmt den Postweg. In den Briefumschlag gehören eine beglaubigte Kopie des Personalausweises und eine amtliche Beglaubigung der eigenen Unterschrift.

Der Wohnungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren etwas entspannt. Für eine neuere, unmöblierte Zwei-Zimmer-Wohnung in der Stadt ist heute mit etwa 1.000 Mark Miete zu rechnen, auf dem Land mit etwa 680 Mark. In beiden Fällen kommen ca. 220 Mark für Heizung, Warmwasser etc. hinzu.

Wer nicht viel Geld hat, dafür aber viel Hunger, geht mittags am besten in die Selbstbedienungsrestaurants der großen Einkaufszentren und Warenhäuser. Das machen vor allem viele junge Leute so. Für eine Eintellermahlzeit zahlt man zwischen zehn und zwölf Mark.

Weitere Infos im Internet:

www.schweiz.ch, Grundsätzliches

www.schweiz.ch/swisslinks.asp?fid=1209&c=513, Fachhochschulen, Universitäten

www.switch.ch/edu/educ_orgs.html, Hochschulliste

www.sanw.unibe.ch, Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften

www.about.ch/education/index.html, Bildungswesen

www.handelskammer-d-ch.ch IHK Schweiz

www.dv-job.ch, Stellenmarkt für IT-Fach- und Führungskräfte

www.internetstellen.ch/Default.asp, Jobs in der IT

www.revue.ch, Zeitschrift für Auslandsschweizer

www.swissadvocate.ch, Rechtsberatung, Schweizerischer Anwaltsverband

www.jobsource.ch/intronsn.htm, Jobs vor allem in Werbung und Marketing

www.osec.ch, Schweizer Wirtschaftsförderung

www.jobwinner.ch, www.netjobs.ch/index.asp, www.swissinternet.ch, www.timejob.ch, www.jobs.ch, www.stepstone.ch, Jobportale
Dieser Artikel ist erschienen am 21.03.2001