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Gut zu wissen

Wer zweigleisig fährt, verfährt sich leicht. Studenten, die nebenbei ihr eigenes Unternehmen aufbauen, sollten deshalb von Anfang an ein paar Dinge beachten.
Wer zweigleisig fährt, verfährt sich leicht. Studenten, die nebenbei ihr eigenes Unternehmen aufbauen, sollten deshalb von Anfang an ein paar Dinge beachten.

Zeit

Die besten Jobs von allen


Ohne ein gutes Zeitmanagement lassen sich Studium und Selbstständigkeit nicht unter einen Hut bringen. Deshalb sollten Sie sich so früh wie möglich selbst Termine setzen. Wo soll mein Unternehmen in einem Jahr stehen? Wer sein Studium erfolgreich durchziehen will, sollte feste Zeiten in der Woche ausschließlich fürs Lernen reservieren. Klären Sie deshalb schon zu Anfang: Kann ich mich ausklinken und von meinen Mitarbeitern vertreten lassen, um mich auf Prüfungen vorzubereiten? Ist es sinnvoll, ein oder zwei Urlaubssemester einzulegen, bis die Gründerphase abgeschlossen ist?

Unterstützung

Ein guter Draht zu Professoren kann auch dem Geschäft nutzen. Manche schreiben ihren Studenten Referenzen, mit denen sie sich vor Kunden präsentieren können. Andere vermitteln selbst Kundenkontakte, begutachten Geschäftsideen oder steigen sogar als Business-Angels ein. Einige Universitäten betreiben mittlerweile eigene Existenzgründerinitiativen.

Geschäftsräume

Viele Hochschulen haben angegliederte Technologie- und Gründerzentren, in die Gründer aus der Hochschule aufgenommen werden können. Die Räume sind subventioniert, Sekretariate, Konferenzzonen und sonstige Infrastruktur wird mit anderen Gründern gemeinsam genutzt, es gibt Beratung vor Ort und viele Möglichkeiten, Erfahrungen auszutauschen.

Marktkenntnisse

Ideen zu kreieren, ist eine Sache. Ob Sie damit auf dem Markt punkten können, eine andere. Beratungsagenturen für Existenzgründer klopfen Projekte auf Schwachstellen ab und wissen oft auch, ob es Konkurrenzunternehmen gibt.

Vertrieb

Auf Kontaktmessen, die auch an den Hochschulen stattfinden, tummeln sich nicht nur künftige Arbeitgeber, sondern auch potenzielle Kunden. Generell gilt: Wer noch keine Berufserfahrung mitbringt, muss sich sein Vertriebsnetz meist mühsam aufbauen und sollte auf jeden Fall einen Unternehmensberater aufsuchen, der erste Kunden vermittelt. Manche Förderstellen übernehmen sogar einen Teil der Beratungskosten.
Dieser Artikel ist erschienen am 20.02.2001