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Google macht Druck

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Deutsche Buchverlage versuchen dem Schicksal der Musikindustrie zu entgehen, die durch den illegalen Handel mit Raubkopien angeblich Milliarden verloren hat. Ab Frühjahr 2007 bietet der Börsenverein des deutschen Buchhandels kostenlos aus Neuerscheinungen oder Bestsellern Textauszüge an.
Deutsche Buchverlage versuchen dem Schicksal der Musikindustrie zu entgehen, die durch den illegalen Handel mit Raubkopien angeblich Milliarden verloren hat. Ab Frühjahr 2007 bietet der Börsenverein des deutschen Buchhandels kostenlos aus Neuerscheinungen oder Bestsellern Textauszüge in einem Internet-Shop an, die zum Bucherwerb animieren sollen.

Der Erfolg der ?Volltextsuche Online? (VTO) hängt davon ab, wie schnell der Verband für Nachschub sorgen kann. ?Bisher haben knapp die Hälfte der 100 umsatzstärksten deutschen Verlage ihre Teilnahme zugesagt?, so Theodor Brüggemann, Leiter des Projekts beim Börsenverein. Das Projekt kostet den Verein weniger als eine Million Euro. ?Ziel ist es, mit 80.000 Büchern pro Jahr zu wachsen?, sagt Kurt Hammes, Leiter für elektronisches Publizieren beim Börsenverein. Vorreiter Google betreibt seit zwei Jahren ein umstrittenes Literaturangebot in den USA und ist seit einem Jahr mit ?Google Buchsuche? in Deutschland aktiv, wo es ebenfalls Kritik erntet. Derzeit laufen Verhandlungen über eine mögliche Kooperation mit VTO.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.10.2006