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Gerling-Vorstände auf dem Sprung

Von Rita Lansch
Der Kölner Industrieversicherer Gerling wird nach der Übernahme durch den Konkurrenten HDI offenbar mehr Führungskräfte an die Konkurrenz verlieren als bisher angenommen. Nach Informationen des Handelsblatts plant Wolfgang Faden, Vorstand der Gerling Vertrieb Industrie AG und der Gerling Versicherung Firmen und Privat, seinen Wechsel zur Allianz.
DÜSSELDORF. Er soll dort die Zuständigkeit für das deutsche Industriegeschäft bekommen und wäre erster Ansprechpartner für die heimischen Großkunden. Sprecher von Gerling und Talanx wollten zu einem möglichen Abgang Fadens keine Stellung nehmen. In Branchenkreisen hieß es aber, Gerling lasse den Vorstand nicht aus seinem noch länger laufenden Vertrag, da er sehr gute Kontakte zu den deutschen Firmenkunden unterhalte.Faden wäre nicht der erste Gerling-Manager, der zum Marktführer Allianz wechselt beziehungsweise wechseln möchte. Der Vorstand und Haftpflichtfachmann Hermann Jörissen wird als Chef-Underwriter bei der Allianz Global Corporate & Specialty gehandelt. Damit wäre er weltweit für die Zeichnungsrichtlinien im Industriegeschäft der Allianz zuständig. Allerdings scheinen die Beteiligten über den geplanten Wechsel Jörissens nach wie vor keine Einigung erzielt zu haben, als Starttermin ist der 1. April im Gespräch. Eine Allianz-Sprecherin gab auf Anfrage ?keine Stellungnahme zu diesem Zeitpunkt?.

Die besten Jobs von allen

Gerling-Vorstandsmitglied Peter Hoffacker wechselt indes voraussichtlich intern. Er soll Vertriebsvorstand der fusionierten Gesellschaft HDI Gerling Industrie AG werden. Die Position gab es dort bisher nicht.
Dieser Artikel ist erschienen am 25.08.2006