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Gekündigte Jobs nicht verschweigen

Bewerber, die in kurzer Zeit öfter den Job gewechselt haben, sollten ihren Lebenslauf auf Stringenz trimmen und berufliche Stationen, so weit möglich, zusammenfassen. Das rät das Job- und Wirtschaftsmagazin Junge Karriere in seiner am 28. Mai erscheinenden Ausgabe.So sollten Job-Hopper Aushilfsjobs und Praktika, mit denen sie Wartezeiten bis zum Beginn eines Traineeprogramms oder des nächsten Jobs überbrückt haben, im Lebenslauf nicht großartig als Berufserfahrung, sondern lieber als berufliche Orientierungsphase verkaufen. ?Personalverantwortliche schätzen solche Offenheit?, sagt Jörn Hüsgen, Chefredakteur Junge Karriere. Um den Lebenslauf nicht zu überfrachten, darf ein Bewerber solche Nebenjobs und Praktika, vor allem wenn sie länger zurückliegen, großzügig zusammenfassen.

Die besten Jobs von allen

Anders sieht es bei qualifizierten Arbeitsverhältnissen nach Abschluss von Ausbildung und Studium aus: Es grenzt an Täuschung, wenn ein Bewerber einen Arbeitgeber, bei dem er nur wenige Monate war, weil er die Probezeit nicht überlebt hat, im Lebenslauf komplett verschweigt. Offen umgehen sollten Bewerber mit Kündigungen, etwa als Folge einer Firmenpleite oder Arbeitsplatzabbau. Insolvenz ist heute ein häufiger Grund für einen Stellenwechsel, den niemand schönreden muss.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.05.2004