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Geisteswissenschaftler fühlen sich nicht fit für den Job

Die meisten Geisteswissenschaftler fühlen sich auf das Berufsleben nach der Uni schlecht vorbereitet: Nur acht Prozent glauben, dass die Inhalte ihres Studiums einen Bezug zur Praxis haben, und 60 % fürchten sich vor schlechten Jobaussichten. Das ist das Ergebnis einer Befragung, die die Universität Konstanz bei rund 900 Studenten durchgeführt hat.

Nur jeder dritte Geisteswissenschafts-Student möchte sein Studium schnell abschließen. Von der Uni, für die die Befragten im Durchschnitt 34 Wochenstunden investieren, fühlen sich viele unterfordert. Nur für jeden Dritten stellt die Hochschule den Lebensmittelpunkt dar. Insgesamt studieren rund 290.000 Menschen in Deutschland geisteswissenschaftliche Fächer wie Geschichte, Germanistik, Anglistik oder Philosophie. Die Umfrage hat die Universität Konstanz im Wintersemester 1997/98 im Rahmen einer Langzeitstudie durchgeführt.
Dieser Artikel ist erschienen am 01.03.2002