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Gehaltsbarometer: Bilanzbuchhalter

Quelle: www.personalmarkt.de
Ihr Image hat sich gewandelt. Längst sind sie nicht mehr die staubtrockenen Ärmelschoner-Träger, sondern die Zahlenjongleure eines Unternehmens. Was Bilanzbuchhalter verdienen.
Gehaltsvergleich für Bilanzbuchhalter nach Wirtschaftssektoren.
Monatsabschlüsse, Quartalsabschlüsse, Jahresabschlüsse, Kennzahlen und Konten: Hier schafft der Bilanzbuchhalter Ordnung. Seine Aufgaben sind genau definiert: das Gewährleisten der Organisation und Funktion des betrieblichen Finanz- und Rechnungswesens, das Erstellen des Jahresabschlusses und Lagebericht nach Handelsrecht sowie der Steuerbilanz und Berichterstattung aus Finanz- und Betriebsbuchhaltung und die Auswertung und Interpretieren des Zahlungswerkes für Planungs- und Kontrollentscheidungen.Zahlen sind gefragt

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Das klingt ziemlich nüchtern ? Zahlen sind jedoch mehr denn je gefragt. Und so genießt der Bilanzbuchhalter als ?Praktiker des Finanz- und Rechnungswesens? mit einem zunehmend anspruchsvolleren Hintergrundwissen einen ausgezeichneten Ruf und ist ein gefragter Experte auf dem Arbeitsmarkt. Bilanzbuchhalter übernehmen meist wichtige Stabsfunktionen in Unternehmen. Je nach Größe und Organisationsstruktur des Unternehmens sind damit auch Führungsaufgaben verbunden. Bilanzbuchhalter sind typischerweise angestellt, aber es gibt auch freiberuflich tätige Bilanzbuchhalter.Lebenslanges Lernen ist Pflicht Die Anforderungen an den Beruf des Bilanzbuchhalters haben sich in letzten Jahren verändert: Immer schneller und immer häufiger muss er in der Lage sein, aktuelle Zahlen zu liefern ? an den Vorstand, die Holding oder den amerikanischen Mutterkonzern. Internationale Bilanzierungsstandards muss er meist genauso kennen wie die nationalen Richtlinien. Das lebenslange Lernen gehört zum Pflichtprogramm. Dafür sorgt nicht zuletzt der Gesetzgeber mit komplizierten Buchführungsvorschriften und einer ebenso komplizierten Steuergesetzgebung.Die wenigsten haben studiertDie von der Vergütungsberatung Personalmarkt untersuchten Gehaltsdaten zeigen, dass nur 14 Prozent der angestellten Bilanzbuchhalter ein Studium absolviert haben. Alle anderen haben meist eine klassische Bilanzbuchhalter-Karriere hinter sich, also eine kaufmännische Ausbildung, einige Jahre Berufserfahrung, z.B. in der Buchhaltung eines Unternehmens oder bei einem Steuerberater und die Prüfung zum Bilanzbuchhalter z.B. bei der Industrie- und Handelskammer.Lesen Sie weiter auf Seite 2: Gehaltssteigerungen in der Industrie und im Dienstleistungsbereich Gehaltssteigerungen in der Industrie und im Dienstleistungsbereich Die Gehaltsdaten zeigen, dass Bilanzbuchhalter in der Industrie am meisten verdienen, nämlich durchschnittlich 43 850 Euro jährlich. Im letzen Jahr (2003) waren es noch durchschnittlich 43 400 Euro. Hier können sich angestellte Bilanzbuchhalter also über eine Gehaltssteigerung freuen. Auch die Gehälter von Bilanzbuchhaltern im Dienstleistungsbereich sind gestiegen, allerdings nicht ganz so üppig - und auf anderem Niveau. Um 200 Euro ist das jährliche Salär eines Bilanzbuchhalters von durchschnittlich 34 900 Euro (2003) auf 35 100 Euro (2004) gestiegen.Gehaltseinbußen im Handel und in der Informationstechnologie Im Handel sind die durchschnittlichen Jahresbruttogehälter für Bilanzbuchhalter gesunken: Lag das jährliche Salär 2003 noch bei 42 420 Euro, liegt es heute ? deutlich niedriger ? bei 40 790 Euro. Auch in der Informationstechnologie sind die Gehälter gesunken: Von durchschnittlich 39 320 Euro (2003) auf 38 540 Euro (2004).Bilanzbuchhalter sind und bleiben Spezialisten, die nahezu jedes Unternehmen braucht.Entscheidend für die Höhe des Gehalts ist natürlich nicht nur die Funktion und das Segment, sondern zahlreiche weitere Faktoren wie Branche, Standort des Unternehmens, Ausbildung, Berufserfahrung und zahlreiche andere Kriterien. Wer den eigenen Marktwert genau bestimmen lassen möchte, kann unter >>> www.handelsblatt.com/gehaltscheck eine umfassende und individuelle Gehaltsanalyse erstellen lassen.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.08.2005