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Gefrustete Geisteswissenschaftler

Das Studium der Geisteswissenschaften an deutschen Universitäten unterfordert die Studenten und bereitet sie nur unzureichend auf den Arbeitsmarkt vor. Einer Studie zufolge ist nur ein Drittel an einem raschen Abschluss des Studiums interessiert. Gerade acht Prozent finden, dass ihre Fächer einen Praxisbezug haben. Im Durchschnitt studieren die angehenden Geisteswissenschaftler wöchentlich rund 34 Stunden und sind weitere acht Stunden erwerbstätig. Jeder Zweite überschreitet die Regelstudienzeit. Fast 60 Prozent von ihnen fürchten nach dem Studium schlechte Berufsaussichten. Derzeit studieren etwa 290.000 Menschen in Deutschland geisteswissenschaftliche Fächer wie Geschichte, Germanistik, Anglistik oder Philosophie.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin.
Befragung von 900 Studenten der Geisteswissenschaften im Wintersemester 1997/98. Alle zwei bis drei Jahre erhebt das Ministerium Daten für die Langzeituntersuchung "Studiensituation und Studentische Orientierungen". Die jüngsten Ergebnisse wurden jetzt ausgewertet.

Die besten Jobs von allen


Die Studie kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden:
Internet: http://www.bmbf.de/pub