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Gefragte Medizincontroller

Weil die Kosten in der Gesundheitsbranche steigen, suchen Kliniken und Krankenkassen zurzeit verstärkt Betriebswirte mit Medizinwissen, die nicht nur effizient wirtschaften und kalkulieren können, sondern auch Ärzte führen können.

Denn Effizienzsteigerung ist in vielen der 2.100 Kliniken hierzulande dringend notwendig. Einer Studie zufolge haben 2006 nur 43 Prozent aller deutschen Krankenhäuser einen Jahresüberschuss erzielt; 34 Prozent schrieben eine schwarze Null und 23 Prozent machten Verluste. Für das laufende Jahr prognostizieren die Experten, dass sich der Anteil der Krankenhäuser mit Verlust auf 52 Prozent erhöhen wird.

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Was schlecht ist für die Kliniken, ist gut für Hochschulabsolventen und junge Berufstätige: Nicht nur private Klinikbetreiber wie Asklepios, Rhön und Helios suchen Fachkräfte, die einen Mix aus BWL und Gesundheitswissen mitbringen. Auch kommunale und gemeinnützige Krankenhäuser brauchen kühle Rechner, um sich gegen die private Konkurrenz zu behaupten; ebenso die gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Laut Experten benötigt jedes Krankenhaus theoretisch pro zwei Fachabteilungen einen Medizincontroller. Bundesweit ergibt sich daraus ein Bedarf von einigen Tausend Experten für diesen Bereich

Quelle: Handelsblatt Junge Karriere.
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Dieser Artikel ist erschienen am 15.05.2008