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Für Büro-Tyrannen geht's schneller bergauf

Wer als Chef Karriere machen will, sollte sich tyrannisch benehmen und seine Untergebenen schlecht behandeln. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus einer Studie ziehen, die am Freitag vor einem Management-Seminar in Philadelphia veröffentlicht wurde. Den Mitarbeitern, die mit den ?Tyrannen? zusammen arbeiten, können sich jedoch auf ernsthafte Probleme einstellen.
Neue Studie: 64,2 Prozent der Befragten gaben an, dass schlechten Chefs entweder gar nichts passiert oder sie sogar von ihrem Verhalten profitieren.
HB NEW YORK. In einer Online-Umfrage hatten fast zwei Drittel von 240 Befragten angegeben, dass herrische Chefs niemals für ihr Verhalten gerügt werden und oftmals sogar die Karriereleiter hinaufsteigen. ?Die Tatsache, dass 64,2 Prozent der Befragten sagten, dass schlechten Chefs nichts passiere oder sie sogar davon profitierten, ist ziemlich bemerkenswert - bemerkenswert beunruhigend?, schrieben die Autoren der Studie, Anthony Don Erickson, Ben Shaw und Zha Agabe von der Bond-Universität aus Australien.


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Sie verweisen darauf, dass autoritäre Chefs bei ihren Untergebenen ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen können wie Schlafstörungen, Alpträume, Depressionen und Erschöpfungszustände. Die Autoren der Studie plädieren daher für ein sofortiges Eingreifen höherer Vorgesetzter, wenn sich autoritäre Verhaltensweisen bei Chefs zeigen, um deren Aufstieg zu bremsen. Wie bei einem Krebsgeschwür gehe es um Früherkennung.Die Studie wird zum jährlichen Treffen der Management-Akademie vorgelegt, einer Forschungs- und Lehreinrichtung mit fast 17 000 Mitgliedern, die ab Sonntag in Philadelphia in den USA tagen.
Dieser Artikel ist erschienen am 03.08.2007