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Führungswechsel bei ATU

Von Markus Fasse
Die Autowerkstattkette Auto-Teile Unger (ATU) hat einen neuen Lenker: Karsten Engel übernimmt ab sofort die Führung des ehemaligen Börsenkandidaten. Zuvor hat er 20 Jahre lang für BMW gearbeitet. Engel löst Werner Aichinger, 49, ab, der sich nach sechs Jahren im Unternehmen und vier Jahren als Vorsitzender der Geschäftsführung aus dem Unternehmen zurückzieht. Aichinger will ihm aber als Mitglied des Beirates sowie als Gesellschafter erhalten bleiben. Für den Rückzug nannte er private Gründe.
HB MÜNCHEN. Engel löst Werner Aichinger, 49, ab, der sich nach sechs Jahren im Unternehmen und vier Jahren als Vorsitzender der Geschäftsführung aus dem Unternehmen zurückzieht. Aichinger will ihm aber als Mitglied des Beirates sowie als Gesellschafter erhalten bleiben. Für den Rückzug von der Firmenleitung nannte er private Gründe.Unter der Führung Aichingers ist ATU stark expandiert. Seit 1999 haben sich der Umsatz und die Zahl der Filialen verdoppelt. Derzeit betreibt ATU 525 Filialen in Deutschland, die zuletzt 1,2 Milliarden Euro umsetzten. Jährlich sollen mindestens 30 neue Betriebe aufmachen, hat Aichinger als Kurs ausgegeben.

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Karsten Engel hat bisher 20 Jahre lang für BMW gearbeitet, vor allem im Ausland. Zuletzt war er Leiter der größten und wichtigsten Konzern-Filiale, der BMW-Niederlassung München.Der Neue soll vor allem seine internationale Erfahrung einbringen. Denn nach dem deutschen Markt will das Unternehmen in Zukunft auch im europäischen Ausland mit seiner standardisierten Werkstattkette und dem Handel mit Autoteilen kräftig expandieren. Bisher ist ATU neben Deutschland nur in Österreich und mit einer Testfiliale in der Tschechischen Republik vertreten.Bleibt die Frage nach einem möglichen zweiten Anlauf an die Börse. Der Hauptanteilseigner, die Beteiligungsfirma KKR, hatte den ersten Versuch 2004 abgeblasen, als nicht der erwünschte Preis erzielt wurde. ?Derzeit kein Thema, aber immer eine Option?, heißt es bei ATU in Hinsicht auf einen weiteren Anlauf. Geht der Sprung über die Grenzen gut, dürfte der nicht lange auf sich warten lassen.
Dieser Artikel ist erschienen am 05.10.2005