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Fristlose Kündigung

Ein Arbeitnehmer, der während seiner Krankschreibung in den Skiurlaub fährt, riskiert seinen Job. Einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zufolge ist der Arbeitgeber in diesem Fall zur fristlosen Kündigung berechtigt.

Im konkreten Fall wurde ein Arbeitnehmer wegen Hirnhautentzündung krankgeschrieben. Trotzdem fuhr er in die Schweiz zum Skifahren und brach sich während des Skikurses das Schien- und Wadenbein. Sein Arbeitgeber kündigte ihm daraufhin fristlos, der Arbeitnehmer klagte dagegen.

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Das Gericht hat die Klage abgewiesen. Der Kläger hätte sich so verhalten müssen, dass er möglichst schnell wieder gesund werden würde. Da er seine arbeitsvertraglichen Pflichten im hohen Maße verletzt habe, sei der Arbeitgeber zur fristlosen Kündigung auch ohne vorherige Abmahnung berechtigt.

Quelle: Deutscher Anwaltverein, Berlin.
Urteil des Bundesarbeitsgerichts, Erfurt, Az. 2a ZR 53/05.
www.anwaltverein.de/downloads/Tipps/68ski.pdf
Dieser Artikel ist erschienen am 11.01.2008