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Freistellung nach Kündigung nicht immer zulässig

Nach einer betriebsbedingten Kündigung darf ein Arbeitnehmer nicht ohne weiteres freigestellt werden. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt festgestellt.
dpa FRANKFURT/M. Nach einer betriebsbedingten Kündigung darf ein Arbeitnehmer nicht ohne weiteres freigestellt werden. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt festgestellt. Die Richter verurteilten im Eilverfahren ein Technologieunternehmen, einen gekündigten Diplomingenieur bis zum Ende der Kündigungsfrist im März 2003 weiter zu beschäftigen (Az.: 4/14 Ga 207/02).Der Mann, der in Tschechien für das Unternehmen arbeitete, hatte eine betriebsbedingte Kündigung erhalten, weil der Firmenumsatz in der Region stark gesunken war. Der Betrieb schloss seine Niederlassung in Prag und stellte den Ingenieur frei. Daraufhin zog dieser vor Gericht und bekam Recht.

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Gekündigte Arbeitnehmer dürften nur im gegenseitigen Einverständnis oder aber bei ?dringenden betrieblichen Belangen? von der Arbeitsleistung freigestellt werden, sagte der Vorsitzende Richter.
Dieser Artikel ist erschienen am 17.12.2002