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Frauen gründen wieder mehr

Die Zahl der angehenden Unternehmerinnen, die sich bei einer Industrie- und Handelskammer zum Thema Selbstständigkeit beraten ließen, erreichte im Jahr 2006 ein Rekordhoch. 1.000 mehr Frauen als im Vorjahr erkundigten sich hier zur Gründung eines Unternehmens. Dies entspricht einem Plus von knapp einem Prozent.

Insgesamt erhielten 144.000 Frauen Informationen zur Existenzgründung. Der Trend zur Unternehmensgründung bei Frauen ist nach Auskunft der IHK vor allem auf ein gewandeltes Selbstverständnis zurückzuführen: Die Frauen streben mit der Unternehmensgründung eine größere finanzielle Unabhängigkeit an und wollen ihr Einkommen mit eigenen Ideen selbstständig erwirtschaften.

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85 Prozent setzen auf eine Existenzgründung in Handel, Gastronomie, Medien und sonstigen Dienstleistungen - Branchen, in denen vergleichsweise wenig Startkapital erforderlich ist. Nach den Erfahrungen der IHK ist die Gründung eines Unternehmens für Frauen immer noch schwieriger als für Männer.

Bei einer IHK-Umfrage unter 2.500 Gründerinnen gaben 58 Prozent an, dass aus ihrer Erfahrung die Kreditaufnahme für Frauen schwerer sei. Hauptgrund: Viele Frauen, die eine Familienphase eingelegt hatten, könnten nicht in gleichem Umfang wie Männer Gründungskapital ansparen, Geschäftskontakte knüpfen und sich kaufmännisches Know-how aneignen. Dies erschwere ihre Position als Verhandlungspartner bei der Bank

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Berlin.

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Dieser Artikel ist erschienen am 02.10.2007