Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Form

Der Lebenslauf umfasst eine Seite. Verbleibt nach persönlichen Daten, Schule, Berufs- und Zusatzausbildung, Studium und Berufspraxis noch Platz, kann dieser mit Engagements, Ehrenämtern, Hobbys usw. aufgefüllt werden.
Der wissenschaftl. Bewerber
Doppelnennungen
Passen Ihre Informationen?
Kurz und bündig!
Großbuchstaben
Seitennummerierung
Absender
Querverweise
Tipp- und Deutschfehler
Abkürzungen
Schriftanordnung
Fluchtlinie
Schriftart
Drucktechnologie
hochwertiges Papier
Kurzform
Unterschreiben Sie den Lebenslauf?
Der Lebenslauf sollte mit Vor- und Zunamen in mittelblauer Tinte oder mit freundlich blauem Filzstift unterschrieben werden. Darüber oder links daneben sollten Ort und Datum stehen. Ort und Datum können auch handschriftlich angebracht sein:

Die besten Jobs von allen

    Itzehoe, 25. Oktober 1994 (Unterschrift)
Sind Sie der wissenschaftliche Bewerber?
Prüfen Sie nochmals bei allen Angaben im Lebenslauf, ob Sie praktisch griffig oder wissenschaftlich umständlich formuliert sind. Haben Sie zudem auf wissenschaftliche Vokabeln verzichtet, die allgemein nicht verständlich sind, mit denen der normale, unwissenschaftliche Leser nichts anzufangen weiß? So interessiert den Leser der Industrie nicht, bei welchem Herrn Professor Sie welche wissenschaftliche Arbeit geschrieben haben.Verzichten Sie auf Doppelnennungen?Bringen Sie jede Information nur einmal? Wer beispielsweise eine Berufsausbildung absolviert hat, sollte die Ausbildung nicht unter dem Schwerpunkt Ausbildung aufführen und gleichzeitig unter dem Schwerpunkt Berufspraxis wiederholen.Passen Ihre Informationen zu der Stelle?Gehen Sie Information für Information durch, und fragen Sie sich, ob die Information für die Stelle und damit für den Leser relevant ist. Als Peilregel soll gelten: Zwei Drittel aller Informationen zum Lebenslauf müssen zu der Stelle passen, um die Sie sich bewerben!Kommen Sie der knappen Zeit des Lesers entgegen?Streichen Sie überflüssige Worte, Zahlen und Zeichen aus Ihrem Lebenslauf. Machen Sie damit dem Leser so wenig Arbeit wie möglich. Erreichen Sie damit auch, dass der Leser möglichst keine wichtige Information im Gestrüpp von überflüssigen Buchstaben, Zahlen und Zeichen übersieht.Arbeiten Sie mit ausreichenden Leerzeilen zwischen einzelnen Positionen! Peilregel: Alle drei bis fünf Zeilen sollte eine oder zumindest eine halbe Leerzeile auftauchen. Schwerpunkte im Lebenslauf sollten durch einen sichtbaren Abstand voneinander getrennt sein.Schreiben Sie Worte durchgängig in Großbuchstaben?Worte, die durchgängig in Großbuchstaben geschrieben sind, sind immer schwerer lesbar. Um Worte besonders hervorzuheben, sollte daher mit größerem Schrifttyp, Fettdruck oder Unterstreichung gearbeitet werden, unter Verwendung der üblichen großen und kleinen Buchstaben.Verwenden Sie eine Seitennummerierung?Seitennummerierungen gehören zu den überflüssigen Zahlen und Zeichen. Sie bringen dem Leser keine wichtige Information. Daher sollte auf sie verzichtet werden.Arbeiten Sie mit einem Absender auf allen Seiten?Unsinnig und überflüssig ist es, den Absender auf jede Seite des Lebenslaufes zu bringen. Der Absender gehört einmal auf das Deckblatt.Verzichten Sie auf Querverweise?Auf Querverweise, z.B. Ausbildungsschwerpunkte siehe beigefügter Stoffplan, sollte verzichtet werden. Im Lebenslauf sollten die entscheidenden Informationen dem Leser konzentriert dargeboten werden. Diese Aufbereitungsarbeit sollte nicht vom Leser erwartet werden!Prüfen Sie Ihren Lebenslauf auf Tipp- und Deutschfehler?Lesen Sie den Lebenslauf nach Erstellung konzentriert durch, und suchen Sie nach Tipp- und Deutschfehlern. Gerade beim schnellen Bewerber summieren sich derartige Oberflächlichkeitssignale!Verwenden Sie Abkürzungen?Wenn Sie Abkürzungen verwenden, fragen Sie sich, ob der normale Leser wirklich mit den Abkürzungen etwas anfangen kann. Verwenden Sie nur landläufig bekannte Abkürzungen, und setzen Sie lieber ein erklärendes Wort in Klammern dazu.Ist das Blatt gleichmäßig ausgelastet?Viele Bewerber bringen eine ungleichmäßige Seitenauslastung zu Papier. Zwei Drittel des Blattes werden häufig für die Zeitraum- und Schwerpunktespalte genutzt, nur ein Drittel für die wichtigen Detailinformationen. Der Lebenslauf ist rechtslastig, was optisch nicht sehr ansprechend wirkt. Wenn Sie mit einem zweispaltigen Lebenslauf arbeiten, sollte lediglich ein Drittel der Seite für Zeitraumangaben und Schwerpunkte verwendet werden und zwei Drittel für die Detailinformationen.Ziehen Sie in Gedanken eine Linie in der Mitte der Seite von oben nach unten. Stehen die Detailinformationen komplett rechts von der Mitte, ist die Seite ungleichmäßig ausgelastet.Stehen alle Daten in einer Fluchtlinie?Wenn Sie den Lebenslauf schreiben, sollten die Detailinformationen stets in der gleichen Spalte beginnen, d.h. alle Daten in einer Fluchtlinie stehen. Wenig ansprechend sieht es aus, wenn Details zu persönlichen Daten etwa in der Spalte 10 beginnen, Schul- und Aus-bildungsdaten in Spalte 15 anfangen, die Details zur Berufspraxis ab Spalte 20 zu finden sind und Informationen zu den Hobbys wiederum ab Spalte 10 gebracht werden.Welche Schrift verwenden Sie?Siehe dazu die Ausführungen zum Anschreiben: Stimmen Schrifttyp und Schriftart? Verwendet werden sollten schnell lesbare Typen ohne viele Schnörkel. Die Schriftgröße sollte bei 12 Punkten liegen.Welche Drucktechnologie verwenden Sie?Idealerweise wird die gleiche Drucktechnologie eingesetzt wie beim Anschreiben, siehe oben: Verwenden Sie ein gutes Schreibgerät? Der Lebenslauf sollte nur dann fotokopiert werden, wenn die Kopie Originalqualität erreicht! Sichtbar fotokopierte Lebensläufe sollten nicht verwendet werden.Verwenden Sie ein hochwertiges Papier?Idealerweise stehen Anschreiben und Lebenslauf auf dem gleichen Papier, siehe Ausführungen zum Anschreiben: Ist das Briefpapier angemessen?Wann verwenden Sie die Kurzform des Lebenslaufes?Die Kurzform des Lebenslaufes ist Bestandteil der Initiativbewerbung in der Form der Massenaussendung. Er wird flankierend zum Qualifikationsprofil verwendet. Der Lebenslauf in Kurzform zeigt auf einer Seite lediglich Ihre Biographie - also der typisch einseitige Lebenslauf.Was gehört in die Kurzform des Lebenslaufes?Der Lebenslauf ist mit Lebenslauf überschrieben. Er ist zweispaltig aufgebaut. Links stehen Zeitraumangaben und Schwerpunkte, rechts stehen die Detailinformationen. In Aufteilung, Zeitleiste und Schwerpunktbezeichnungen unterscheidet sich diese Art des Lebenslaufes nicht vom qualifizierten. Der Unterschied besteht darin, dass die Angaben zu den einzelnen biographischen Stationen viel kürzer ausfallen.Die persönlichen Daten werden genauso gelistet wie im ausführlichen Lebenslauf. Eine Schulstation besteht ausschließlich aus Zeitraumangabe, Schultyp, Hinweis auf den Abschluss. Zur Berufs- und Zusatzausbildung werden Zeitraumangabe, Ausbildungsbetrieb, Ort des Betriebes, Abschluss dokumentiert. Zum Studium finden sich die Zeitraumangabe, Name und Ort der Hochschule, Studienfach, Abschluss. Zur Berufspraxis werden pro Station Zeitraum, Arbeitgeber, Ort, Funktion/Position festgehalten.Der Lebenslauf umfasst eine Seite. Verbleibt nach persönlichen Daten, Schule, Berufs- und Zusatzausbildung, Studium und Berufspraxis noch Platz, kann dieser mit Engagements, Ehrenämtern, Hobbys usw. aufgefüllt werden. Es gelten die gleichen Stil- und Formregeln wie beim qualifizierten Lebenslauf.
Dieser Artikel ist erschienen am 13.08.2003