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Finanzspritze für Eltern

Da bekommen Sie bare Hilfe.
Kindergeld: 1. 2. und 3. Kind: je 154 Euro/Monat, ab 4. Kind: je 179 Euro/Monat

alternativ dazu: Kinder- und Betreuungsfreibeträge steuerlich absetzbar: 5.808 Euro /Jahr

Die besten Jobs von allen


Erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten: Steuerlich absetzbar seit Januar 2002: bis zu 1.500 Euro/Jahr, Voraussetzung: Ausgaben müssen nachgewiesen werden, Eigenanteil von 1.548 Euro/Jahr, Kind nicht älter als 13

Haushaltsfreibetrag: Bis zu 2.340 Euro können allein Erziehende steuerlich als Haushaltsfreibetrag absetzen. 2003 sinkt der Betrag auf 1.188 Euro, 2005 wird er komplett abgeschafft. Neufälle - das heißt 2002 hinzukommende allein Erziehende - bekommen den Freibetrag, der als Klasse II auf der Steuerkarte eingetragen war, zurzeit nicht mehr. Eine Wiedereinführung ist aber in der Diskussion und sehr wahrscheinlich.

Kindergartenbeitrag: Der Steuervorteil durch die Hintertür greift dann, wenn sich der Arbeitgeber an den Kosten für den Kindergarten beteiligt. Dieser Betrag ist nicht steuerpflichtig.

Erziehungsgeld - für Geburten ab 2002: Beide Elternteile können Erziehungsgeld beantragen, wenn sie die Elternzeit antreten. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

Der Regelbetrag: Der Staat zahlt maximal 307 Euro pro Monat. Anspruch auf Erziehungsgeld besteht vom Tage der Geburt bis zum zweiten Geburtstag des Kindes.

Das Budget: Wer sich entscheidet, das Erziehungsgeld nur ein Jahr lang zu beziehen, erhält in dieser Zeit mehr Geld, nämlich bis zu 460 Euro pro Monat.

Erziehungsgeld gibt es nur bis zu bestimmten Einkommensgrenzen: Bis zum sechsten Lebensmonat des Kindes liegt die Grenze bei Verheirateten und eheähnlichen Gemeinschaften mit einem Kind bei 51.130 Euro Jahresnettoeinkommen. Für allein Erziehende mit einem Kind beträgt sie 38.350 Euro. Ab dem siebten Lebensmonat sinkt die Einkommensgrenze drastisch: für Verheiratete auf 16.470 Euro, für allein Erziehende auf 13.498 Euro.

Mutterschaftsgeld: Für den Zeitraum von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt haben schwangere Angestellte Anspruch auf Mutterschaftsgeld in Höhe ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens. Die Krankenkasse zahlt bis zu 13 Euro pro Tag, der Arbeitgeber den Rest.

Zuschüsse pro Kind: beim Kauf oder Bau eines Eigenheims sowie bei der Riester-Rente.

Sozialhilfe: Bei bedürftigen Eltern und allein Erziehenden greift das Sozialamt mit einmaligen Beträgen und/oder mit monatlichen Zahlungen unter die Arme. Sozialhilfeberechtigte sind grundsätzlich von Kindergartenkosten befreit.

Kinderbetreuungskosten: Das Jugendamt zahlt in dringenden Fällen, wenn sich die Eltern das nicht leisten können. Haken: Die Tagesmutter darf dann nicht mehr frei gewählt werden.

Bafög zeitweise als Voll-förderung: Studierende Mütter, die Bafög beziehen, müssen einen Teil der Ausbildungsförderung nicht zurückzahlen. Das gilt auch, wenn die Kinder nach dem Studium während der Bafög-Rückzahlungsphase kommen.

Wohnhilfen und Notfonds: Viele Universitäten unterstützen studierende Eltern finanziell. In Düsseldorf wird zum Beispiel einmalig eine Babybeihilfe von 400 Euro an alle Eltern gezahlt. Infos gibt es bei den Studentenwerken.

Öffentliche und private Initiativen für bedürftige Eltern: Töpfe, aus denen Geld fließen könnte, gibt es reichlich - ein Gesamtverzeichnis leider nicht. Da hilft nur das Durchfragen bei Ämtern, kirchlichen Verbänden und Universitäten - und zwar rechtzeitig. Die Stiftung ?Mutter und Kind" hilft nur, wenn man sich dort vor dem Ende der zwölften Schwangerschaftswoche meldet.

Internet: www.rundumbaby.de/uni/adressen.htm
Internet: www.eltern.de
Dieser Artikel ist erschienen am 27.03.2002