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Fauler Briefträger kriegt weniger Geld

Bummeln darf ein Briefträger nicht, denn sonst droht ihm eine Gehaltskürzung.
HB TRIER. Bummeln darf ein Briefträger nicht, denn sonst droht ihm eine Gehaltskürzung. Das geht aus einem bekannt gegebenen Urteil des Verwaltungsgerichts Trier hervor (4 K 440/03.TR). Die zeitlich befristete Kürzung der Dienstbezüge stelle eine angemessene Disziplinarmaßnahme dar, urteilte die 4. Kammer und wies damit die Klage eines bei der Deutschen Post AG beschäftigten Zustellers gegen eine Disziplinarverfügung ab.Dem Mann waren für die Dauer von drei Monaten die Dienstbezüge geringfügig gekürzt worden. Zu Recht, befanden die Richter, denn er habe gegen seine Dienstpflichten verstoßen. Der Postbote hatte an einem Tag elf Sendungen nicht unmittelbar zugestellt, sondern in einen Behälter gelegt und damit eine Verzögerung um einen Tag bewirkt.

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Da es sich nicht um einen einmaligen Ausrutscher des Klägers gehandelt habe und er bereits in der Vergangenheit eine Missbilligung wegen mangelhafter Zustellung kassiert habe, müsse er die Gehaltskürzung hinnehmen. Die Berufung zum Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz wurde zugelassen.
Dieser Artikel ist erschienen am 07.10.2003