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Fast jeder dritte Student hat ein Alkoholproblem

Foto: Stihl024 / Pixelio.
Problematisches Trinkverhalten ist unter Studierenden an deutschen Universitäten ähnlich verbreitet wie an US-amerikanischen Hochschulen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie unter Studenten an der Universität Mannheim.

Bei mehr als 30 Prozent der Studenten liegt den Forschern zufolge ein Alkoholsyndrom vor. Vor allem Männer greifen zu oft zur Flasche: 44 Prozent sind den Angaben zufolge betroffen, bei den Frauen sind es 19 Prozent. Oft vernachlässigen die Studenten nach Trinkgelagen ihre Aufgaben bei der Arbeit, in der Universität oder in anderen Bereichen. Teilweise gehen sie betrunken oder verkatert zur Arbeit oder in die Vorlesungen. Jeder zehnte der durchschnittlich 23 Jahre alten Studenten und drei Prozent der Studentinnen gaben an, mindestens einmal betrunken Auto gefahren zu sein.

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Der Alkoholkonsum ist dabei unabhängig vom Studienfach. Mögliche Gründe für das Trinken sind Prüfungsängste, Probleme mit Eltern oder Partnern sowie mangelnde Kontakte. Etwa jeder vierte befragte Student (23 Prozent) leidet unter mindestens einer psychischen Störung, Frauen fast doppelt so häufig wie Männer

Quelle: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI), Mannheim / Universität Münster. Studie unter 1.130 Studenten der Universität Mannheim

Informationen: www.zi-mannheim.de
Dieser Artikel ist erschienen am 09.02.2008