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Familie im Mittelpunkt

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In deutschen Unternehmen wird das Thema Familienfreundlichkeit eine größere Rolle spielen müssen als bisher: Sie soll zum Markenzeichen erhoben werden. Darauf haben sich Wirtschaftsverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Regierung beim ersten Familiengipfel geeinigt.
In deutschen Unternehmen wird das Thema Familienfreundlichkeit eine größere Rolle spielen müssen als bisher: Sie soll zum Markenzeichen erhoben werden. Darauf haben sich Wirtschaftsverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Regierung beim ersten Familiengipfel geeinigt. Angesichts des demografischen Wandels sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Mitarbeiter mit Kindern sollen als zufriedene und motivierte Beschäftigte in Unternehmen gehalten und jungen Menschen die Entscheidung zu Kindern erleichtert werden.

Dass dazu teure Betriebskindergärten nicht der einzige Weg sind, vermittelt der DIHK, der gerade eine neue Interaktionsplattform ins Netz gestellt hat (www.erfolgsfaktor-familie.de/netzwerk), damit sich etwa Mittelständler auf Augenhöhe über Kosten und Nutzen austauschen können. Hier kommen laut DIHK-Referentin Alexandra Hoffert kostengünstigere Lösungen ins Gespräch ? von variablen Arbeitszeiten über sozialversicherungsfreie Betreuungszuschüsse, Notfallprogramme im Betrieb oder Tagesmütter in Ergänzung zur Kita. Die ?Investition in die eigene Belegschaft? werde zunehmend als weitsichtige Unternehmenspolitik verstanden. Bundesfamilienministerin von der Leyen will aus EU-Fördermitteln 100 bis 150 Millionen Euro beisteuern.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.10.2006