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Falk aus Untersuchungshaft entlassen

Gegen Zahlung von 1,5 Millionen Euro Kution und unter stregen Auflagen ist der wegen schweren Betrugs angeklagten Internetunternehmer Alexander Falk ist nach 22 Monaten überraschend aus der Untersuchungshaft entlassen worden.
HB HAMBURG. Nach Angaben seines Anwaltes musste Falk eine Kaution in Höhe von 1,5 Millionen Euro stellen. Außerdem müsse er sich einmal pro Woche bei der Polizei melden und dürfe Deutschland nicht verlassen. Das Hamburger Landgericht hatte zuvor die Haftverschonung unter strengen Auflagen damit begründet, der Fluchtgefahr könne in hinreichender und verhältnismäßiger Weise begegnet werden. Bei der Entscheidung habe das Gericht die lange Untersuchungshaft und die Verzögerung des Verfahrens wegen der Erkrankung eines Mitangeklagten berücksichtigt, teilte die Justiz weiter mit.Die Anklage wirft Falk vor, gemeinsam mit weiteren Beschuldigten den Umsatz der von ihm gegründeten Internet-Firma Ision Internet durch Scheingeschäfte künstlich aufgebläht und während des Booms am Neuen Markt den Aktienkurs des Unternehmens damit um 75 Prozent in die Höhe getrieben zu haben. 2001 war Ision für 812 Millionen Euro an die britische Firma Energis verkauft worden. Mit dem Weiterverkauf an Easynet war Ision später nur knapp der Insolvenz entgangen. Den entstandenen Schaden beziffert die Anklage auf mindestens 47 Millionen Euro.

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Dieser Artikel ist erschienen am 24.04.2005